Ende der "Regenzeit"

Zwischen Bauzaun und dem bestehenden Gebäudekomplex trugen die Kinder zwei Lieder zum Richtfest bei. Aufmerksamer Zuhörer war Bürgermeister Heinz Lorenz (Vierter von rechts). Bilder: bkr (2)

Bei der Aktion "Baumeister gesucht" haben die Kleinen des Kindergartens mit Holz und kleinen Ziegelsteinen bereits eine ganze Stadt hochgezogen. Um zu sehen, wie ein richtiges Haus entsteht, reicht ihnen ein Blick aus dem Fenster.

Immenreuth. (bkr) Den Erweiterungsbau dort schmückt seit Mittwoch ein Richtbaum. Für die Mädchen und Buben war es ein freudiger Tag, doch müssen sie noch bis Mitte kommenden Jahres warten, bis die gesamten Neu- und Umbaumaßnahmen abgeschlossen sind.

Zimmerermeister Sepp König bewunderte in seinem Richtspruch gerade die Arbeit der Maurer, als er sagte: "Namentlich die Maurer haben, trotz der wüsten Regenzeit, unverzagt im Dreck gegraben, weder Müh' noch Schweiß gescheut." Der Regen gab aber auch am Vormittag seine Visitenkarte ab. Die durchnässte Kleidung der Zimmerleute hing beim Richtfest zum Trocknen an den Gerüststangen. Doch: "Dies hier wird ein Haus für Kinder, wird bald erfüllt mit Kinderglück, oh glücklich, wer bei Kinderlachen versucht, mit Kindern mit zu lachen", setzte König seinen Spruch fort, bevor er mit einem "Dreifach Hoch" nach altem Brauch das Sektglas auf dem Baugrund zerschellen ließ.

Wiener vom Architekten

Für die Kleinen hatte Architekt Christian Drehobel Wiener im Schlafrock mitgebracht. Diese hatten sie mit ihren Liedbeiträgen "Gott baut ein Haus" und "Wer will fleißige Handwerker seh'n" zuvor redlich verdient. "Ich bin froh, dass der Rohbau fertiggestellt ist und der Innenausbau beginnen kann", betonte Bürgermeister Heinz Lorenz. Nach Abschluss der Rohbauarbeiten heißt es für die Kinder noch einmal umziehen, damit der Umbau des bestehenden Gebäudes beginnen kann. Nach Abschluss wird auch die ins Pfarrheim ausgelagerte Gruppe in den Kindergarten zurückkehren.

Noch mehr Platz erhalten dann beide Krippen. Vor vier Jahren nahmen sie ihren Betrieb auf. Viele Eltern nutzen den Vorteil, ihre Kleinen gut versorgt zu wissen. Darüber hinaus lernen sie den Umgang mit der Natur. Ihren individuellen Bedürfnissen wird Rechnung getragen, pädagogische Themen werden erarbeitet. Eingebunden ist Projektarbeit nach der Reggio Pädagogik. Eingang findet zudem Maria Montessori in die Erziehung und Bildung der Kleinen, so dass ein nahtloser Übergang in den Kindergarten gewährleistet ist.

Leiterin Martina Daubner betont, dass die Krippe nach einer Eingewöhnungszeit soziale Beziehungen aufbaut. Die soziale Vielfalt der Krippe gewährleiste die Weiterentwicklung der Kinder und leiste so wertvolle Erziehungsarbeit.
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