Ende einer Ära

"Time to say Goodbye", hieß es für den Ehrenkommandanten und ausgeschiedenen Feuerwehr-Vorsitzenden Konrad Schweiger (links). Auch Josef Schwemmer, Tobias Lins und Susanne Hösl verabschiedeten sich aus dem Vorstand (Dritter bis Fünfte von links), an dessen Spitze nun Martin Kräml (rechts) steht. Bürgermeister Werner Roder (Zweiter von links) überreichte allen eine Ehrenurkunde. Bild: edo

Er war über Jahrzehnte das Aushängeschild der Feuerwehr: Als Kommandant und Vorsitzender prägte Konrad Schweiger seit den 1990er Jahren maßgeblich die Geschicke des Vereins. Nun wurde die "Feuerwehr-Ikone" verabschiedet.

Bürgermeister Werner Roder überreichte dem liebevoll "Konnidant" genannten Ehrenkommandanten Konrad Schweiger die Ehrenurkunde und würdigte die Verdienste des gebürtigen Zinsters. Schweiger sei unter anderem maßgeblich am Bau des Florianbrunnens beteiligt gewesen, habe die Aktiven und den Verein mit seiner kommunikativen Art als "Teamplayer" geführt sowie die Stärken seiner Kameraden erkannt und gefördert.

Der Geehrte gab gewohnt bescheiden den Dank zurück und schloss dabei besonders die "großartige Mannschaftsleistung" ein: "Allein kann man einen Verein nicht erfolgreich führen."

Schweiger, immer auch ein großer Redner, hat es stets geschickt verstanden, die Brandschützer zu motivieren und Topleistungen aus ihnen herauszukitzeln. "Überragende Führungsqualitäten" bescheinigten ihm seine Kameraden daher unisono.

Auch vier weitere "Zugpferde" traten aus der ersten Reihe zurück, um dem Nachwuchs freie Bahn zu gewähren. Josef Schwemmer, der für die Organisation der Motorsäge-Kurse verantwortlich zeigte und als emsiger "Greenkeeper" das Vereinsgelände in Form hielt, nahm ebenso seinen Hut wie Susanne Hösl (geborene Schmidt), die erste Kameradin in der Geschichte der Oberbibracher Wehr.

Zudem traten Tobias Lins, mitverantwortlich für die legendären Schaum-Parties Ende der 1990er Jahre, und der stellvertretende Jugendwart Stefan Kastner aus der Führungsriege zurück. Auch sie erhielten vom Bürgermeister Ehrenurkunden.

"Was die Zukunft betrifft, bin ich sehr zuversichtlich", sagte Schweiger: "Durch den neuen und vor allem jungen Vorstand gibt es auch wieder frischen Wind." Ein entsprechendes Zeichen setzte die neugewählte Führung um Martin Kräml mit der Wahl des Orts der ersten Vorstandssitzung: Statt wie üblich im Schulungsraum traf man sich im Gasthaus Püttner in Schlammersdorf.

Zum Abschluss äußerte Schweiger noch ein großes Anliegen: "Es wäre wünschenswert, wenn in Zukunft wieder die aktive Wehr oberste Priorität genießt." Dafür könnten dann auch bei den Veranstaltungen Abstriche gemacht werden.
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