Endlich wieder ein Derbysieg

Darauf haben die Blue Devils und ihre Fans lange warten müssen. Nach 17 Niederlagen in Folge gegen die Derbygegner Bayreuth, Regensburg und Selb gelang endlich wieder ein Sieg gegen einen der drei Nachbarrivalen. Am Sonntag kämpften die Weidener die Bayreuth Tigers nieder.

Weiden. (gb) Der letzte Derbysieg war den Blue Devils am 18. März 2014 in den Play-downs mit 3:1 in Regensburg gelungen. Markus Berwanger freute sich nicht nur über die "tollen drei Punkte", sondern vor allem darüber, dass die schwarze Serie endlich beendet ist: "Ich bin froh, dass ich jetzt den Mist über Derbysiege nicht mehr hören muss", sagte der Weidener Trainer nach dem hart erkämpften 4:2 (2:1, 0:1, 2:0)-Erfolg gegen den Favoriten.

"Wie schon so oft in dieser Saison hat meine Mannschaft aufopferungsvoll gekämpft. Heute ist sie endlich für ihren Einsatz belohnt worden", erklärte Berwanger, der nach der erneuten Reihenumstellung nach eigener Aussage mit "einer sehr offensiv ausgerichteten Reihe einiges riskiert" hatte. Im ersten Block stürmten Ales Jirik, Jacob Laliberte und Jakub Wiecki. Die zweite Angriffsformation bildeten Veit Holzmann, Lubomir Vaskovic und Philipp Siller. In der dritten Reihe spielten Marcel Waldowsky, Michael Kirchberger und Dominik Schopper.

Der Bayreuther Coach Sergej Waßmiller, der auf den verletzten Torjäger Andreas Geigenmüller verzichten musste, kritisierte die Einstellung. "Das war nicht unser Tag. Läuferisch sind wir nicht ins Tempo gekommen. Wir hatten heute zu viele Ausfälle, so ist auch gegen Weiden schwer zu gewinnen. Ich werde einigen Spielern den Kopf waschen."

Die Partie begann mit zwei Überzahlspielen, welche die Blue Devils jedoch ungenutzt verstreichen ließen. Auf der Gegenseite nutzten die Oberfranken das erste Powerplay zur Führung, Torschütze war der Russe Fedor Kolupaylo (7. Minute). Danach verpassten es die Tigers, die Führung auszubauen. Devils-Goalie Fabian Hönkhaus parierte einige Male großartig. "Natürlich hatten wir gegen die starken Bayreuther auch Glück", gab Berwanger zu, während sein Kollege Waßmiller den "hochkarätigen Chancen" nachtrauerte. In der Endphase des ersten Drittels drehten die Blue Devils mit zwei Toren das Spiel. Zunächst traf der Kanadier Jacob Laliberte im Nachschuss (17.), dann verwandelte Ales Jirik einen Penalty (19.). Bei Bayreuther Überzahl war Jirik bei einem Konter von Jozef Potac gefoult worden.

In der sehr kampfbetonten Partie antworteten die Gäste nach Wiederbeginn mit wütenden Angriffen auf den Rückstand. Die Blue Devils zerstörten aber meist gut, hatten jedoch bei einem Pfostenschuss von Dennis Thielsch Glück (25.). Erst im Powerplay gelang Christopher Kasten das 2:2 (31.). Gegen Ende des zweiten Abschnitts befreiten sich die Weidener vom Druck und kamen selbst zu guten Möglichkeiten durch Jakub Wiecki, Marcel Waldowsky und Daniel Willaschek. "Es war nicht nur Glück, wir hatten auch noch einige Großchancen", sagte Markus Berwanger.

Im Schlussdrittel belohnten sich die Devils für ihren großen Kampf. In Überzahl setzte Florin Ketterer energisch nach und drückte die Scheibe zum 3:2 über die Linie (48.). Bayreuth wollte den Ausgleich erzwingen, verlor aber immer mehr die spielerische Linie. Weiden hatte jetzt sogar die besseren Möglichkeiten und hätte schon früher alles klarmachen können. So dauerte es bis 34 Sekunden vor Schluss, dann sorgte Jacob Laliberte mit seinem "empty-net-goal" endgültig für ausgelassene Stimmung auf den Rängen.

Sonntag in Bad Tölz

Am nächsten Wochenende sind die Blue Devils nur einmal im Einsatz. Nach dem spielfreien Freitag treten sie am Sonntag beim EC Bad Tölz an. Während der erkrankte Thomas Schreier wieder dabei sein dürfte, sieht es bei Stefan Ortolf (Rückenprobleme) nicht so gut aus. "Bei ihm müssen wir abwarten", äußerte sich Berwanger eher skeptisch.
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