Endspurt vor dem Jahrestag

Noch gibt es viel zu tun am ehemaligen SS-Kasino. Bis Mitte April soll das Seminarhaus fertig sein. Wo sich der Hauptzugang befinden wird, das lässt sich derzeit schon erkennen. Bild: nm

April jährt sich der Befreiungstag zum 70. Mal. Amerikanische Soldaten sorgten für ein Ende des Naziterrors, der im KZ Flossenbürg im Mai 1938 begonnen hatte. Das Programm für die Feierlichkeiten zu den "Tagen der Erinnerung" steht. Hohen Stellenwert nimmt die Einweihung des neuen Bildungszentrums ein.

Flossenbürg. (nm) Die Arbeiten im ehemaligen SS-Kasino laufen auf Hochtouren. Künftig stehen in dem langgestreckten Gebäude Bildung, Begegnung und Information im Vordergrund. Das Heilpädagogische Zentrum Irchenrieth betreibt darin zudem ein Besucher-Café.

Nicht nur im Inneren gibt es noch viel zu tun, auch außen wird es in den kommenden Wochen deutliche Veränderungen geben. Zu sehen ist aktuell schon ein Teil des neuen Zugangs. Er führt vom Platz vor dem Kommandanturgebäude über eine Treppe nach oben.

Prominente Redner

Am frühen Nachmittag des 26. April, es ist ein Sonntag, steht die offizielle Einweihungsfeier an. Stellung nehmen werden der Leiter der KZ-Gedenkstätte Dr. Jörg Skriebeleit, der Direktor der Stiftung Bayerische Gedenkstätten Karl Freller und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Ein Gedenkakt zur Erinnerung an das Geschehen vor sieben Jahrzehnten schließt sich an. Als Redner treten die Staatsministerin für Kultur und Medien, Professorin Monika Grütters, Ministerpräsident Horst Seehofer, der tschechische Kulturminister Daniel Hermann, Dr. Jack Terry als Sprecher der ehemaligen Häftlinge und Vertreter der gleichzeitig laufenden internationalen Jugendbegegnung vor die Gäste.

Neue Ausstellung

Einen Tag zuvor haben die jungen Leute Gelegenheit, mit Überlebenden des Naziterrors zu reden. Die Zeitzeugengespräche sollen nicht nur einen Einblick in die Vergangenheit ermöglichen, sondern genauso das Bewusstsein für Handeln in Gegenwart und Zukunft schärfen.

Eröffnet wird an dem Samstag im Weiteren die Wechselausstellung "Flossenbürg 1995 bis 2015 - Die Wiederentdeckung eines europäischen Erinnerungsortes". Den Auftakt zu den drei Tagen in Flossenbürg gibt es am Freitagabend mit einem Empfang des Fördervereins für die KZ-Gedenkstätte.
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