Energie sparen beginnt im Kopf

Energiewende in Pirk titelte sich die Informationsveranstaltung in der Schulaula, die bei den Pirkern auf wenig Interesse stieß. Bilder: fz (2)

Energie sparen beginnt im Kopf. Dieser scheint bei den Pirkern noch nicht reif dafür zu sein. Angesichts des minimalen Interesses bei der Informationsveranstaltung "Energiewende für Pirk" kommt diese Vermutung auf. Dabei gab es für jeden Hausbesitzer und Mieter nützliche Informationen.

Pirk. (fz) Angesichts der gerade mal zehn Bürger in der Schulaula zeigte sich Bürgermeister Michael Bauer enttäuscht. Er habe mehr Interesse vermutet. Die Gemeinde hat sich fürs Energiecoaching beworben und ist hier zum Zuge gekommen. Das läuft unter der Regie des Energie-Technologischen Zentrums Weiden (ETZ) als kommunale und regionale Energieagentur. Mit einer Bestandserfassung im Rathaus sowie einem Tag in der energetisch sanierten Schule - hier liegt noch Potenzial in der Heizanlage und beim Strom sparen - hat man bereits gemeindliche Möglichkeiten ausgelotet.

Eigene Energiewende

Die Information für die Bürger ist ein weiterer Teil des Energiecoachings. Matthias Rösch von der ETZ erläuterte das unbürokratische Prozedere, wie jeder seine eigene Energiewende beginnen kann. Das startet mit einer kostenlosen Beratung beim ETZ. Hier werden umfassend Energiespartipps für Haushalte aufgezeigt. "Es geht darum, den Bürger mitzunehmen", sagte Rösch. Als zweite Schiene kommt die Verbraucherzentrale. Deren Sachverständiger Stefan Kurz erzählte, dass die Energieberater ins Haus kommen. Es gibt drei Arten von Untersuchungen. Einmal den Basis-Check für Mieter und Hauseigentümer.

Hier werden der Strom- und Wärmeverbrauch sowie die Elektroausstattung geprüft für Einsparungen mit geringen investiven Maßnahmen. Der kostet zehn Euro. Dann gibt es den Gebäude-Check für Eigentümer und private Vermieter. Das ist der Basis-Check plus Heizanlage, Gebäudehülle und Nutzbarkeit erneuerbarer Energien für 20 Euro.

Als drittes wäre der Brennwert-Check möglich. Dieser bezieht sich auf Gas- oder Heizöl-Brennwertgeräte und deren optimale Einstellung. Kosten hierfür: 30 Euro. Bei allen gibt es einen Kurzbericht mit Ergebnissen und Handlungsempfehlungen.

Fördermittel beantragen

Wer sich nun zu Maßnahmen entschließt, kann Fördermittel beantragen. Hierüber informierte Christian Schieder von der Raiffeisenbank Weiden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Etwa direkte Zuschüsse oder auch günstige Kredite. Die Palette ist groß. Schieder zeigte als Beispiel eine Dachsanierung auf. Wenn diese 20 000 Euro kostet und auf zehn Jahre finanziert wird, fallen 800 Euro Zinsen, also 80 Euro im Jahr an. Ganz wichtig sei es, Förderungen zuerst bei der Bank zu beantragen, bevor man loslegt.
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