Energienutzungsplan für die Marktgemeinde vorgestellt
Wenig Möglichkeiten

Thomas Gollwitzer (links) und Klaus Uschald (rechts) übergeben den Energienutzungsplan an Bürgermeister Georg Butz. Bild: ral
Wernberg-Köblitz. (ral) Das Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden erarbeitete für den Markt einen Energienutzungsplan. Thomas Gollwitzer hatte ihn bereits im Marktrat präsentiert (wir berichteten). Nun wurde er den Einwohnern in der Bürgerversammlung vorgestellt.

Die Vorarbeit war enorm: Energie- und CO2-Bilanz wurden ermittelt, die Verbrauchergruppen erfasst, ein Wärmekataster erarbeitet und Nahwärmeverbundvarianten durchleuchtet. So wurde zunächst der Marktplatz ins Auge gefasst, aber verworfen, da hier erst saniert wurde. Der Biogasbetreiber in Deindorf zeigte kein Interesse. Was blieb, war eine eventuelle Abwärmenutzung im Gebietsumgriff der Schule. Ein Denkmodell bezog sich auf die Flachglas und eine Strom-Eigenerzeugung mit Blockheizkraftwerk. Die Energie-Fachleute checkten, welche Gebäude angeschlossen werden könnten. Am Ende blieben Schule, Hallenbad und die spätere Mehrzweckhalle als kommunale Wärme-Nutzer einer industriellen Eigenstromerzeugung übrig.

Der zuständige Sachbearbeiter der Flachglas AG, Thomas Kraus, führte aus, dass die Flachglas bereits entschieden habe, angesichts der derzeitigen energiepolitischen Weichenstellungen momentan kein Blockheizkraftwerk zu bauen. Es sei von seiten des Unternehmens alles geprüft und entsprechende Angebote eingeholt worden. Die momentanen Kosten lägen bei 2,2 Millionen Euro. Am Ende des Jahres würden die energiepolitischen Rahmenbedingungen gemeinsam mit der Kommune erneut überprüft.
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