Engagement im Hintergrund

Auf dem Weg in eine gute Zukunft: Altbürgermeister Johann Werner, Dr. Jörg Skriebeleit, Landrat Andreas Meier, Hans Dirschedl und Eduard Malzer (von links) marschieren an der Spitze des Fördervereins für die Gedenkstätte. Bild: nm

Seit 15 Jahren ist der Förderverein für die KZ-Gedenkstätte aktiv. Altbürgermeister Johann Werner zog Bilanz.

Flossenbürg. (nm) Im Blickpunkt der Jahreshauptversammlung stand die Arbeit, die der Förderverein für die KZ-Gedenkstätte leistet. "Und die läuft meist im Hintergrund", beleuchtete Altbürgermeister und Vorsitzender Johann Werner das Engagement um Menschen und Themen. Ein wenig zurück schweiften die Gedanken dennoch. Werner erinnerte im Seminarraum des ehemaligen Kommandanturgebäudes an den Tag der Gründung am 3. September 1999.

137 Mitglieder

"Mit 27 Mitgliedern ging es damals los. 137 sind es bis heute geworden. Gemeinsam haben wir seitdem vieles von dem Wirklichkeit werden lassen, was wir uns vorgenommen haben. Was mir besonders am Herzen liegt, sind die guten Kontakte und entstandenen Freundschaften zu den Überlebenden und deren Angehörigen." Der Bogen konkreter Beispiele reichte von Beiträgen zu den Treffen ehemaliger Häftlinge und zu Zeitzeugengesprächen bis hin zur Mitarbeit im Kuratorium der Stiftung Bayerische Gedenkstätten.

Ein vor wenigen Monaten verwirklichtes Projekt stellte der Gedenkstättenleiter vor. Dr. Jörg Skriebeleit erläuterte den Auftakt für das "Flossenbürger Forum". Unter dem Titel "Elf Jahre - ein Bericht aus deutschen Konzentrationslagern" hatte Carl Schrade ein Buch mit Erinnerungen herausgegeben. Beifall gab es für Skriebeleit aus zwei Gründen. Wie wichtig die Arbeit ist, zeigte der verliehene Ehrenpreis im Rahmen des Europäischen Museumspreises. Den Stellenwert verdeutlicht auch ein anderer Umstand. Skriebeleit bekam die wissenschaftliche Gesamtleitung für das Mahnmal in München zur Erinnerung an das Olympiaattentat von 1972 übertragen. Das zuständige Gremium tagte im Übrigen nicht in der Landeshauptstadt, sondern in Flossenbürg.

Feier zum Jahrestag

Mit einer Feier wird am 26. April 2015 dem 70. Jahrestag der Befreiung des KZ gedacht. Ministerpräsident Horst Seehofer hat sein Kommen zugesagt. Bis dahin wird sich auf dem Gelände einiges verändern. Aktuell beherrschen schwere Maschinen das Bild. Über die von Eduard Malzer und Helmut Erndt geprüften Kassengeschäfte berichtete bei dem Treffen Hans Dirschedl.
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