Engagement in jungen Jahren

Hannah Kirzdörfer, 13 Jahre, macht ihr Freiwilliges Soziales Schuljahr (FSSJ) bei der Michelfelder Feuerwehr. Jugendwart Stefan Neukam begleitet die Umsetzung des Projektes. Bild: eb

Die Feuerwehr Michelfeld schließt sich den Neuerungen der Zeit an. Auch bei dieser örtlichen Einrichtung kann das Freiwillige Soziale Schuljahr (FSSJ) absolviert werden. Eine junge Dame hat das ausprobiert.

Mit Herz und Hand sollen die 13- bis 14-Jährigen nicht nur lernen anspruchsvolle Aufgaben zu erfüllen, sondern durch ihr Wissen auch Menschen, die sich in Not befinden, helfen können. Hannah Kirzdörfer, 13 Jahre, hat sich als Erste Aspirantin bereit erklärt, das Freiwillige Soziale Schuljahr bei der örtlichen Feuerwehr abzuleisten. Das Einverständnis ihrer Eltern war natürlich ausschlaggebend.

In die Wiege gelegt

Die Beziehung zur Feuerwehr wurde ihr bereits in die Wiege gelegt. Vorbild war ihr Vater, Harald Kirzdörfer, der als Gerätewart bei den Wehrmännern seinen Dienst tut. Tochter Hannah ist seit 1. Oktober aktives Mitglied bei der Jugendfeuerwehr Michelfeld.

Die Mutter von Hannah, Martina Kirzdörfer, ist Krankenschwester, was sicherlich auch dazu beitrug, dass sich die Realschülerin ehrenamtlich engagieren wollte. "Sicher erwarten mich spannende Aufgaben und auch wertvolle Erfahrungen", meint Hannah gegenüber unserer Zeitung.

Nach einem Jahr des sozialen Einsatzes gibt es auch ein Abschlusszeugnis, ausgestellt von der Feuerwehr Michelfeld in Verbindung mit dem Freiwilligen Zentrum Bayreuth. Mit dieser Organisation wurde auch der Vertrag abgeschlossen.

Dieses Zertifikat wird auch eine Aussage über ihre Persönlichkeit enthalten. Und so hofft Hannah, die einen sehr sympathischen Eindruck macht, dass dieses Zeugnis, wenn sie sich einmal für einen Beruf entscheidet, ihr von Nutzen sein wird.

50 Stunden Lernzeit

Stefan Neukam, Jugendwart bei der Feuerwehr Michelfeld, hat sich dafür eingesetzt, dass seine Schützlinge das Freiwillige Soziale Schuljahr auch bei den Floriansjüngern ableisten können. "Es ist ein soziales Lernjahr im Rahmen eines freiwilligen Engagements." 50 Stunden Lernzeit müssen dafür geopfert werden. Im Vordergrund steht die feuerwehrtechnische Ausbildung und die Integrierung im Vereinsleben. Zu den Aufgaben zählen der Umwelt- und Naturschutz mit Wartungs- und Aufräumarbeiten. Der Dienst ist freiwillig und wird nicht vergütet.

In der Hauptsache begleitet Jugendwart Stefan Neukam die Umsetzung des Projektes, was für ihn viel Arbeit bedeutet.
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