Engagierte Wächter gegen das Böse

Seit fast drei Jahrhunderten und millionenfach stellt sich der Teufel jedem Christen in den Weg, der durch die Außentüren des Neualbenreuther Gotteshauses ins Kircheninnere will. Die in Gusseisen ausgeführten Türdrücker werden von einem Raubtier gehalten, das mit der Klinke im Maul auch Hand und Arm des Besuchers zugleich verschlingen möchte. An der Innentür ist es ein eisenbewehrter, in Harnisch gelegter Arm, gegen den sich der Besucher stemmen muss, will er ins Kircheninnere. Solch vielsagende Symbole - manchmal werden sie auch als von Kirche und Bauherrn "engagierte Wächter gegen das Böse draußen" gedeutet - sind bei keiner Kirche in der engeren Nachbarschaft des Egerlandes und Stiftlandes mehr zu finden. Nur der Türgriff am schmiedeeisernen Westtor der Egerer Stadtpfarrkirche "St. Nikolaus" zeigt ein lindwurmartiges Ungeheuer mit ähnlichen Absichten.
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