Entscheidende 98 Sekunden

Die Blue Devils haben am Sonntag das Derby bei den Bayreuth Tigers mit 1:4 verloren. Die Weidener gingen in Unterzahl in Führung, doch dann brach innerhalb von 98 Sekunden das Unheil über sie herein. Nach dem Kraftakt am Freitag gegen Regensburg fehlte im weiteren Verlauf auch die Frische, um noch die Wende zu schaffen.

Bayreuth. (gb) Wie am Freitag bei der 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen den EV Regensburg hielten die Blue Devils auch zwei Tage später bei den Bayreuth Tigers ordentlich mit. "Wir waren nicht chancenlos, aber der unglaubliche Aufwand, den wir am Freitag betrieben haben, hat sich im Lauf des Spiels bemerkbar gemacht. Gegen solche Gegner müssen wir einfach mehr arbeiten und dann fehlt irgendwann die Frische", sagte Devils-Trainer Markus Berwanger nach der 1:4 (0:0. 1:3, 0:1)-Niederlage vor über 2200 Zuschauern.

Schwaches Powerplay

Mit unveränderten Reihen gingen die Blau-Weißen ins zweite Derby des Wochenendes. Zwischen den Pfosten stand erneut Fabian Hönkhaus, der wie gegen Regensburg eine starke Leistung ablieferte. Die ersten 20 Minuten hielten die Weidener gut dagegen. Als Manko erwies sich aber wie am Freitag das Powerplay. Schon in der Anfangsphase standen die Devils über eine Minute mit zwei Mann mehr auf dem Eis - ohne Erfolg. "Da sind wir noch nicht zwingend genug, daran müssen wir arbeiten", sagte Berwanger.

Nach dem torlosen ersten Drittel ging es zu Beginn des zweiten Abschnitts Schlag auf Schlag. In der 23. Minute brachte Roman Jurak die Oberpfälzer in Unterzahl mit 1:0 in Führung, doch die Bayreuther schlugen dreifach zurück. Im weiteren Verlauf des Powerplays sorgte der Ex-Weidener Michal Bartosch für den Ausgleich (24.). Und die Bayreuther setzten energisch nach. "Wir haben nach dem 1:1 völlig den Faden verloren und kassierten ganz schnell noch zwei Gegentore. Das war der Nackenbrecher", beschrieb Berwanger die spielentscheidende Phase. 80 Sekunden nach dem Ausgleich markierte Dennis Thielsch das 2:1 (26.) und nur weitere 18 Sekunden danach erhöhte Marcus Marsall auf 3:1 (26.). "Wir haben das Spiel in zwei Minuten verloren", sagte der Devils-Trainer.

Seine Mannschaft versuchte zwar, noch einmal ins Spiel zurückzukommen, doch das Bemühen reichte nicht aus. Im Schlussdrittel brachte der Devils-Coach noch Dominik Schopper und Florian Zellner und agierte damit mit acht Außenstürmern. Es gab noch einmal eine 5:3- Überzahl, die aber nichts einbrachte. In der 56. Minute machte Bartosch mit seinem zweiten Tor alles klar.

Freitag gegen Klostersee

Weiter geht es für die Blue Devils am Freitag, 16. Oktober, um 20 Uhr in der Hans-Schröpf-Arena gegen den EHC Klostersee. Am Sonntag, 18. Oktober, Beginn 18 Uhr, steigt das nächste Derby bei den Selber Wölfen. Ob die beiden Verteidiger Marius Pöpel (Gehirnerschütterung) und Daniel Willaschek (Fingerbruch) dann wieder einsatzfähig sind, ist eher unwahrscheinlich. "Bei Pöpel wage ich keine Prognose", erklärte Markus Berwanger. Mit Willaschek rechnet der Coach, wenn es diese Woche noch nicht klappt, spätestens am übernächsten Wochenende.
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