"Er hinterlässt eine große Lücke"
Verstorben

Adolf Gläßel ist am Samstag nach kurzer und schwerer Krankheit gestorben. Bild: tr
Waldsassen. (pz) Die Nachricht machte am Wochenende rasch die Runde: Adolf Gläßel, einer der beiden Leiter des Stiftlandmuseums, ist am Samstag im Alter von 82 Jahren gestorben. Der frühere Antiquitätenhändler, der einst Metzger gelernt hatte und auch kurzzeitig als Werkzeugmacher tätig war, erlag im Weidener Klinikum einer kurzen schweren Krankheit.

"Er hatte immer etwas in petto", heißt es im Rathaus über Gläßel und dessen Vorhaben im Stiftlandmuseum: Dort hatte er zusammen mit der Stadt Waldsassen etliche Sonderausstellungen initiiert, organisiert und für deren Unterstützung Leihgeber begeistert. Im März 1972 begründete Gläßel mit engagierten Wegbegleitern den Gerwigkreis.

Zusammen mit Robert Treml leitete Adolf Gläßel das Stiftlandmuseum seit dessen Gründung 1973/74, baute es Zug und Zug auf und erweiterte es aus zum regionalen Schwerpunktmuseum im Landkreis. Vor allem die Dokumentation des Krippenbrauchtums war Gläßel ein besonders Anliegen. In guter Erinnerung bleiben diverse Krippenausstellung - etwa 1993 im Kloster-Kreuzgang und in der Basilika-Gruft 2008/2009. Daneben widmete sich Gläßel der Erforschung der Volkskunde im Stiftland und im Egerland. Der versierte Experte wirkte an vielen Publikationen mit - etwa an den Bänden "Waldsassen in alten Ansichten" sowie an seinem letzten Werk, einem Buch über Flur- und Kleindenkmäler. Es soll in Kürze erscheinen

"Er hinterlässt eine große Lücke", würdigte Bürgermeister Bernd Sommer das vielseitige Wirken von Adolf Gläßel. Er war dafür von der Stadt Waldsassen mit der Verdienstmedaille ausgezeichnet worden.
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