Erbendorf.
Beklatscht im "Nirgendwo"

(njn) "Da sagt der Grünwald Stop": Was dem Comedian Günter Grünwald so alles gegen die Hutschnur geht, wollten am Freitag auch die Besucher in der ausverkauften Stadthalle unbedingt wissen. Gut eine halbe Stunde vor Beginn seines gleichnamigen Programms warteten die Zuschauer auf dem Festplatz in einer langen Schlange auf Einlass.

Nicht umsonst - wie sich in den dann gut zweieinhalb Stunden zeigen sollte. Einen schwarzer Vorhang als Bühnenbild und Scheinwerferlicht, mehr brauchte Günter Grünwald nicht. Beifall gab es für den Ingolstädter ab der ersten Minute. Nach der Begrüßung der Gäste in der neuen Stadthalle wies er gleich darauf hin, wo sich für ihn Erbendorf befindet: "Eine Metropole im Nirgendwo."

Gekonnt leitete er von einem Thema aufs andere. Zuerst nahm er einige Comedy-Kollegen aufs Korn, die ihre geistigen Inhalte mehr auf die Bühnen-Dekorationen legten. Auch mit Gott, Abraham und dessen erstgeborenen Sohn setzte sich der Kabarettist auseinander. Viel Beifall gab es bei seinen Ausführungen über seine Reisen mit der Deutschen Bahn. Im Gedächtnis blieb Grünwald dabei ein Bodybuilder, der seinen nackten Fuß gleich neben ihm hochgelegt habe. Die "gelben Brösel zwischen seinen Zehen" erinnerten den Kabarettisten an Parmesankäse.

Grünwalds Ausführungen über eine Gruppe junger Mädchen, die kichernd mit Handys telefonierten, begeisterten ebenso wie eine Mutter mit zwei Kindern, die nicht vom Klappaschenbecher ablassen konnten. So wähnte er sich fast im Himmel, als der Schaffner kam. Allerdings um dann umso tiefer auf den Boden der Tatsachen zu fallen, als dieser auf Sächsisch um die Fahrkarten gebeten habe.
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