Erdverkabelung scheidet aus
Ostbayernring

Altenstadt/WN. (phs) Der Ostbayernring ist eine 185 Kilometer lange Stromtrasse, die von Rednitz bei Coburg über das Umspannwerk Etzenricht nach Schwandorf führt. Der Netzentwicklungsplan des Bundes sieht vor, diese Leitung auszubauen. Das mache der massive Anstieg erneuerbarer Energie im Netz nötig. Vor allem Windstrom soll so von Nord nach Süd transportiert werden, wo noch Bedarf bestehe. Zum anderen sollen somit Nachbarstaaten entlastet werden, die sich nicht freuen, dass überschüssiger Strom aus Deutschland ihre eigenen Netze belastet.

Oberstes Gebot des Gesetzgebers ist dabei die Netzsicherheit. Aus diesem Grund habe bei einer Wechselstromleitung wie dem Ostbayernring eine Freileitung Vorrang vor der Erdverkabelung. Der Bund bevorzugt andere Trassen für Pilotversuche mit unterirdischen Leitungen.

Warum der Ostbayernring nicht dabei ist, konnte Gunnar Heinitz von Tennet nicht beantworten. Aus demselben Grund komme keine Bündelung mit der vieldiskutierten Gleichstrompassage Süd-Ost infrage, die nach dem Willen der Regierung unter der Erde verlaufen soll.
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