Erhöhung wäre nur Kosmetik

Eltern und Kinder haben gut lachen: Die Gebühren bleiben unverändert. Archivbild: Völkl

Eine Anhebung der Kindergartengebühren würde die Kosten nur unwesentlich beeinflussen: Der Stadtrat sprach sich dafür aus, die Beitragssätze nicht zu verändern - ganz im Sinne einer kinderfreundlichen Kommune.

Pfreimd. (cv) Der Haushalt 2015 steht an und mit ihm kommen auch die verschiedenen Einrichtungen zur Sprache, welche die Stadt zu finanzieren hat. Bürgermeister Richard Tischler verwies darauf, dass angesichts der hohen Kosten für die Kindergärten eine Erhöhung der Elternbeiträge um einige Euros nur eine kosmetische Korrektur wäre und das Kostengefüge nicht substanziell beeinflussen würde. Im Sinne einer kinderfreundlichen Stadt werden die Beiträge nun schon das zweite Mal hintereinander nicht erhöht. Die Gebühren bleiben im Kindergartenjahr 2015/16 unverändert. Lediglich bei den Gebühren für Geschwisterkinder müssen künftig laut Prüfer statt der derzeitigen Prozentsätze Eurobeträge angegeben werden.

Die Kerngebühr für die Krippe (drei bis vier Stunden) beträgt beispielsweise weiterhin 100 Euro, für den Kindergarten (vier bis fünf Stunden ) 66 Euro, für den Hort (drei bis vier Stunden) 60 Euro inklusive Tee und Spielgeld.

Das Gremium stimmte dieser Vorgehensweise zu. Klaus Summer (CSU) ergänzte, dass die Gebühren im Vergleich mit den Nachbarkommunen im oberen Drittel liegen. Günther Strehl betonte, dass die SPD den Beschluss mittragen werde. Er möchte aber schon auf die aufgelaufene Summe 2014 hinweisen: 440 227 Euro. Die Stadt gab für 139 Kinder je 3167 Euro aus. In Pfreimd nehme die Kommune viel Geld für Bildung in die Hand. Die hohe Politik bezeichne Deutschland stets als Bildungsland, lasse die Kommunen aber ganz schön alleine. "Wenn ein Kindergarten eingeweiht wird, lobt man die Kommunen". Doch der größte Teil des Defizits bleibe bei den Gemeinden hängen. Und es werde weiter steigen, wenn wieder Forderungen von oben kommen, die nicht mit den nötigen Geldmitteln ausgestattet würden.

Die Zuschüsse des Freistaates müssten "kräftiger sprudeln", unterstrich auch Bürgermeister Tischler. CSU-Stadträtin Kathrin Zapf interessierte die Tendenz bei den Kinderzahlen. Sollten sie abnehmen, hätte das laut Tischler Auswirkungen auf Stundenzahl und Personal. Neben- und Unterhaltskosten bleiben.
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