Erholung auf der Bühne

Nach der Renovierung bietet die Naturbühne Schönberg den Besuchern wieder viele Vorführungen mit schönem Ambiente. Bilder: rgr (2)

Der "Zahn der Zeit" nagte gewaltig an der Naturbühne Schönberg. Doch Kultur und Natur sollten mit der dortigen Revitalisierung eine neue Chance bekommen.

Grafenwöhr. (rgr) Schon in den 1930er Jahren wurde der Steinbruch zur Naturbühne ausgebaut. Heute ist die Sandsteinfelsenformation Schönberg in Grafenwöhr ein bedeutendes Geotop und mit dem Annaberg ein stadtnahes Erholungsgebiet. Für das kulturelle Leben spielt der Ort eine besondere Rolle: Feste und Theateraufführungen, wie in der Vergangenheit schon veranstaltet, bieten gute Möglichkeiten vor allem in naher Umgebung. "Künftig soll die Schönbergbühne noch intensiver genutzt werden", wünscht sich Lorenz Kraus, Geschäftsleiter der Stadt.

Neuer Boden, viele Ebenen

Kraus erläutert die Arbeit beim Schönberg-Projekt: Die Standsicherheit der Stützmauer im Hintergrund der Bühne ist dank einer neuen wieder hergestellt. Sie erhielt eine Sandsteinverkleidung, um naturnah zu wirken. Viel Arbeit bereiteten auch die Stufen der Treppenanlagen, die sehr große Risse hatten und teilweise locker waren. Mit der Sanierung bieten die Treppen wieder die gewünschte Stabilität. Die Bühne selbst erhielt einen Boden aus Holzdielen. Auf diese Weise wurden auch unterschiedlich hohe Ebenen geschaffen - das bietet Schauspielern und Musikern neue Möglichkeiten.

Der vorhandene Technikmast wurde entfernt, die Bestuhlung im Publikumsbereich somit anders strukturiert. Arbeiter installierten zusätzlich Kabelzugschächte und ein Leerrohrsystem, um die Bühnentechnik flexibler zu machen. Für die Ausleuchtung des Zuschauerbereichs sorgen künftig drei LED-Straßenleuchten. Das Sicherheitskonzept erforderte auch neue Geländer mit entsprechenden Fundamenten: Die Entscheidung fiel auf ein Füllstabgeländer, das an abgeschrägten Pfosten befestigt ist.

Zur Absicherung des Wegs oberhalb der Bühnenkulisse wurde ein Holmgeländer aus Handlauf und Knieleiste eingebaut. Um alles ins rechte Licht zu rücken, befinden sich drei Traversen im Zuschauerbereich für Licht- und Tontechnik. Zusätzlich wurden in drei Kabelzugschächten Steckdosenkombinationen für Strom und Medien eingebaut. Das Gebäude unmittelbar westlich der Bühne erhielt einen neuen Standschrank für die Stromversorgung. Bei künftigen Veranstaltungen müssen so keine zusätzlichen Kabel mehr verlegt werden. "Für Veranstalter reduziert sich der Aufwand dadurch erheblich", betonte Kraus.

Land unterstützt Sanierung

Gedacht haben die Verantwortlichen auch an den Kanalanschluss. Die vorhandene Sickergrube für die sanitären Anlagen konnte aufgelassen und verfüllt werden. Ein Parkplatz und eine Infotafel sowie Wegweiser entlang des Rundwanderwegs sollen auch Ortsfremden die schöne Landschaft des Naherholungsgebiets näherbringen.

Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie der Europäische Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) förderten die Maßnahme. Die Gesamtkosten liegen bei 247 215 Euro. Die Stadt Grafenwöhr muss Eigenmittel in Höhe von 155 385 Euro aufbringen. Die LEADER-Förderung beträgt 91 830 Euro.
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