Erika Rosenberg betet mit Schülern in Synagoge
Ein kostbares Gut

Floß. (gt) Einen besonderen Gast empfing Bürgermeister Günter Stich in der Synagoge. Erika Rosenberg, die Nachlassverwalterin von Emilie Schindler, Ehefrau von Oskar Schindler, war zu Gast in der Lobkowitz-Realschule Neustadt, wo sie vor Schülern der 10. Jahrgangsstufe einen Vortrag hielt. Im Anschluss fuhren die Klassen- und Schülersprecher der fünf Abschlussklassen zusammen mit den Eheleuten Rosenberg zum gemeinsamen Friedensgebet nach Floß in die Synagoge.

Das Gebet der Schüler galt allen unschuldig Verfolgten in der Welt. Sie stellten den Frieden als besonders kostbares Gut heraus. Eine Rose sowie ein Stein liegen nun als Symbole auf der Bima in dem Gotteshaus. Auch eine Kerze zündeten die Jugendlichen zum Gedenken an. Bürgermeister Stich erinnerte an die Geschichte der Flosser Juden und auch an die Ereignisse des 9. Novembers 1938 in Floß. Als Akt des Friedens und der Versöhnung würde deshalb auch die zweimalige Renovierung der Synagoge gesehen.

Besonders beeindruckt und vollkommen überrascht ist Erika Rosenberg von dem Gotteshaus. Johannes Paetzold, Fachschaftsleiter für Geschichte an der Realschule, hatte zusammen mit Cornelia Rau die Organisation übernommen. Auch Schulleiter Johannes Koller und seine Stellvertreterin Irene Sebald waren beim Besuch mit von der Partie.
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