Erinnerung an die früh verstorbenen Regisseure - Gedenkgottesdienst
Die Festspielgemeinde geprägt

Mit beeindruckenden Worten gedachte Karl Lang der verstorbenen Mitwirkenden der Trausnitzer Burgfestspiele. Die Erinnerung an Hannelore Rechtenwald, Alfred Eichhorn und Peter Klewitz rief Emotionen hervor. Die Festspielgemeinde hat diesen drei Personen viel zu verdanken. Bild: bnr
Trausnitz. (bnr) Beim Erntedankfest sagte die Pfarrgemeinde Vergelt's Gott für den Ertrag der Arbeit. Zugleich dankte die Festspielgemeinde Gott für die Freunde, mit denen sie die Festspielzeit erleben und feiern durfte. Die Messintention galt den verstorbenen Mitwirkenden und hier besonders den Regisseuren Hannelore Rechtenwald, Alfred Eichhorn und Peter Klewitz.

Die Burgfestspiele der Jahre 1992 und 1997 haben in Trausnitz Spuren hinterlassen, die auch 17 beziehungsweise 22 Jahre nach der Festspielzeit allgegenwärtig sind. Zu sehr hat diese Zeit die Trausnitzer geprägt. Am Erntedankfest gedachten die Mitwirkenden der verstorbenen Freunden und Gönner dieser Zeit.

Markante Persönlichkeiten

Traurigen Anlass dazu gab der Reitunfall von Peter Klewitz, der am 21. Mai diesen Jahres im Alter von 67 Jahren tödlich verunglückte. Aus seiner Feder stammte das Stück des Jahres 1997 "Gefangen in Trausnitz", bei dem er auch Regie führte.

Viele der Trausnitz-Festspieler erinnern sich noch gerne an Hannelore Rechtenwald, die ihnen 1992 als Regisseurin die ersten Schritte auf der Bühne beibrachte. Ihre liebevolle - man kann schon sagen mütterliche Art - ist unvergessen. Hannelore Rechtenwald starb 1995 im Alter von 55 Jahren.

Als Schulleiter von Trausnitz war Alfred Eichhorn ein begeisterter Theatermann. Was lag näher, als ihn in das Festspiel mit einzubeziehen. Er legte den musikalischen Grundstock der Festspiele. Im Alter von 49 Jahren ist Alfred Eichhorn am 2. Februar 2001 aus dem Leben geschieden.

Karl Lang, Mitorganisator und als "Friedrich der Schöne" Hauptdarsteller der Spiele, erinnerte in Vertretung aller Mitwirkenden an das große Engagement und Können dieser drei Personen, ohne die die Festspiele undenkbar wären. Pfarrer Hans Spitzhirn spann gedanklich den Faden vom Erntedankfest zu den Festspielen. Sinnbildlich bezeichnete er Gott als großen Künstler, der aus der unscheinbaren Erde Großartiges entstehen lässt. Genauso erging es auch den Regisseuren bei ihrer Arbeit.

Das Festspiellied

Musikalisch wurden die Erntegaben vom Gospelchor Waldau zum Altar getragen. Die Emotionen schwappten dann endgültig über, als Karl Lang und Marion Wolf das Festspiellied vom "Bruderzwist" anstimmten, das aus der Feder von Alfred Eichhorn stammt.
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