Erinnerung bewahren und Mahner sein

Richard Ferstl, der Vorsitzende der Krieger- und Soldatenkameradschaft, berichtete über viele Aktivitäten. Bild: gl

In einer Zeit, in der die Grundwerte an Einfluss verlieren und ethische Werte zuweilen als sinnlos erklärt werden, haben die Krieger- und Soldatenkameradschaften eine wichtige Funktion. Sie sind auch offen für Menschen die keinen Kriegs- oder Wehrdienst abgeleistet haben.

Das stellte Kreisvorsitzender Josef Hauer bei der Jahreshauptversammlung der Weidinger Kameradschaft heraus, bei der neben den Berichten auch Ehrungen auf der Tagesordnung standen. Im Gasthof "Zur Post" hieß Vorsitzender Richard Ferstl besonders Bürgermeister Manfred Dirscherl und Ehrenbürger Johann Wirnshofer willkommen.

In seinem Tätigkeitsbericht erwähnte er die Teilnahme am Vergleichsschießen in Oberviechtach, wo Alois Hermann einen ersten Platz belegte. Beim heimischen Bürgerschießen des Schützenvereins Einheit beteiligten sich elf Kameraden; es reichte nur für einen sechsten Platz. Die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession und an den Gedenkfeiern zum Volkstrauertag in Weiding, Schönau und Hannesried war eine Selbstverständlichkeit.

Die KSK beteiligte sich am Gründungsfest der Blaskapelle, am Johannisfeuer der Landjugend und dem Schützenball und war beim Gründungsfest der KSK Muschenried/Haag, beim Dorffest in Hannesried und beim Preisschafkopf in Stadlern, Schönau und Tiefenbach vertreten. Ebenso bei der Feier zur Ernennung von Ehrenmitglied Johann Wirnshofer zum Ehrenbürger und Altbürgermeister. Mit sechs Kameraden war man bei der BKV-Landeswallfahrt nach Biberbach vertreten. Recht erfolgreich war wieder das Preiswatten, wo an 17 Tischen gekartelt wurde. Der Vorsitzende kündigte für den 17. Mai eine Wanderung in die verlassenen Dörfer in Tschechien mit Abmarsch um 14 Uhr beim Grenzübergang in Untergrafenried an.

Im November ist wieder ein Preiswatten eingeplant. Für die noch verbliebenen drei Kriegsteilnehmer Mathias Ertl waren für 55-jährige Vereinstreue sowie für Johann Fischer und Andreas Hopfner (45-jährige Mitgliedschaft) Urkunden vorbereitet. Da sie verhindert waren, werden diese persönlich überbracht. Kreisvorsitzender Josef Hauer bezog sich auf die Neujahrsansprache des Ministerpräsidenten, in der dieser den Erhalt des Brauchtums in Bayern als einmalig bezeichnete und besonders die ehrenamtlichen Leistungen in den Vereinen erwähnte. Hauer verwies auf die schwindende Beteiligung der Bevölkerung an den Gedenkfeiern zum Volkstrauertag. Die Namen an den Ehrenmalen seien Verpflichtung. Hier verwies er auf den Einsatz der Sammler für die Kriegsgräber.

Der Kreisvorsitzende kündigte für den 21. März die Bezirksversammlung in Wiesau und die Kreisversammlung am 27. März in Niedermurach an. Zudem findet wieder eine BKV-Wallfahrt an einen Marienort in Oberfranken statt, wozu bei entsprechender Beteiligung ein Bus eingesetzt wird. Bürgermeister Manfred Dirscherl dankte für den ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder im öffentlichen Leben und besonders für die Sorge um die Ehrenmale und das Böllerschießen. Er bat, die Traditionen weiterhin zu bewahren.
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