Erinnerungen an 1948

Ist von Hochwasser die Rede, werden in Floß Gedanken an das Jahr 1948 wach. Diejenigen, die es nicht selbst erlebten, wissen zumindest aus Bildern und Erzählungen, was sich damals abspielte. Der Kern des Ortes war komplett überflutet, und das mit Arche-Noah-Charakter.

So schlimm muss es nicht immer kommen, auch weniger dramatische Ausmaße reichen, um Unheil zu stiften. Dem Wasserwirtschaftsamt ging es beim Gespräch mit den vor Ort Beteiligten um Details für den Hochwasserrisikomanagementplan. Und dabei gab es genug zu notieren.

Nachverfolgt wurden auf der Leinwand der Lauf der Floß und in möglichen Überschwemmungsgebieten liegende Gefahrenpotenziale. Da ging es um Wohnungen ebenso, wie um landwirtschaftliche Betriebe, Heizöl- oder Güllelager oder auch um unterbrochene Verkehrsverbindungen. Bei "Land unter" im Ortskern von Floß würden Geschäfte oder auch eine Tankstelle hinzukommen. Nicht zu vergessen auf das Feuerwehrhaus. Schlimmstenfalls hätten die Floriansjünger Probleme. Ihr Zuhause stünde unter Wasser. Weitaus weniger betroffen wäre Flossenbürg. Mögliche und eng begrenzte Gefahrenstellen befinden sich im Ortsteil Altenhammer. Mit dem Sammeln von Daten und dem Aufzeigen denkbarer Horrorszenarien wird es nicht getan sein.

Für alle Beteiligten - Betroffene, Helfer, Behörden und Kommunen - geht es nach der Bestandsaufnahme um das richtige Einschätzen möglicher Gefahren und möglicher Vorsorgemaßnahmen. (nm)
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