Erinnerungen eines Babyboomers - Von der Jugend in den 1970er Jahren

Von Edith Uschold

Klassen mit 35 bis 40 Schülern waren normal. Im heutigen Haus der Heimat wohnten Klosterschwestern, die in Kindergarten und Schule arbeiteten. Nach neun Schuljahren wurden die Schüler in eine Welt entlassen, in der die Chance auf einen Ausbildungsplatz schlecht waren. Alle wollten eine Lehre machen, und unter den Babyboomern war die Konkurrenz bei der Stellensuche groß.

In Pressath boten sich in den 1970er und 1980er Jahre einige Möglichkeiten sich zu treffen: bei der Eis-Resl, am Sonntag im Schwärzer-Keller zur Discomusik, im Pfarrsaal-Keller zur "Plattenparty" der Landjugend oder im TSV-Sportheim. Auch die Discos machten gute Geschäfte mit den jungen Erwachsenen. In die Disco fuhr man nach Eschenbach zum Wanoth, die Fledermühle oder die Pumpe, in Löschwitz gab es das Santana, in Kemnath das Royal. Trabitz bot das Memory, Grafenwöhr Flash und Micky-Bar.

Auch Hammerles und Döberein waren Anlaufpunkte. Ab 20 Uhr waren die Tanzflächen voll mit Fans von Abba, Bay City Rollers, Bee Gees, Status Quo, Sweet und Boney M. Fahrschulen waren ausgebucht, jeder wollte mit 18 den Führerschein.

Die Babyboomer sind inzwischen 50 Jahre alt oder feiern bald das halbe Jahrhundert. Das Älterwerden dieser Generation verändert vieles. Die Wirtschaft passt sich den anderen Interessen an.
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