Ermittelte Flächen und Beispielrechnungen

Nach dem Ende der Anhörungsfrist hat das Büro Bitterwolf die Ergebnisse der Aufmaßarbeiten vorgelegt und eine vorläufige Beitrags- und Gebührenrechnung vorgenommen. Demnach beträgt die Summe der Grundstücksflächen 2 870 582 Quadratmeter, die Summe der Geschossflächen 1 122 720 Quadratmeter. Die Investitionskosten belaufen sich insgesamt auf 5 530 000 Euro, die jährliche verkaufte Wassermenge beträgt 475 000Kubikmeter, der kalkulatorische Zinssatz liegt bei 3,5 Prozent.

Bei einem Umlageschlüssel von 80/20 (Beiträge/Gebühren) wären pro Quadratmeter Grundstücksfläche 46 Cent und pro Quadratmeter Geschossfläche 2,76 Euro zu bezahlen, die Gebühr pro Kubikmeter Wasser würde um 16 Centsteigen. Bei einer 65/35-Umlage wären 38 Cent bzw. 2,24 Euro pro Quadratmeter zu entrichten, die Gebührensteigerung pro Kubikmeter würde 23 Cent betragen. Eine 50/50-Lösung wäre mit Beiträgen von 29 Cent bzw. 1,72 Euro pro Quadratmeter sowie einer Gebührenanhebung um 30 Cent verbunden. Eine Umlage allein auf Gebühren würde den Wasserpreis um 55 Centpro Kubikmeter nach oben klettern lassen.

Die Stadtkämmerei hat mit diesen Zahlen einige Beispielrechnungen angestellt und Vergleiche vorgenommen. Ausgewählt wurden dazu ein Einfamilienhaus-Besitzer (Grundstücksfläche 800 m², Geschossfläche 280 m², Jahresverbrauch 120 m³), ein Mieter(Jahresverbrauch 120 m³), ein Landwirt(Grundstück 10 000 m², Geschossfläche 3000 m², Verbrauch 1500 m³) und ein Gewerbebetrieb(Grundstück 10 000 m², Geschossfläche 6000 m²,Verbrauch 500 m³).

Bei einer 80/20-Umlage müsste der Hausbesitzer über einen Zeitraum von 40 Jahren 1909 Euro bezahlen, der Mieter 768 Euro, der Landwirt 22 480 Euro und der Gewerbebetrieb 24 360 Euro. Eine 65:35-Lösung würde den Hausbesitzer mit 2035 Euro belasten, den Mieter mit 1104 Euro, den Landwirt mit 24 320 Euround den Gewerbebetrieb mit21 840 Euro. Bei einer50/50-Umlage kämen auf den Hausbesitzer2154 Eurozu, auf den Mieter1440 Euro, auf den Landwirt26 060 Euround den Gewerbebetrieb19 220 Euro. Eine Umlage zu100 Prozentauf Gebühren würde den Hausbesitzer2640 Eurokosten, den Mieter ebenfalls2640 Euro, den Landwirt33 000 Euround den Gewerbebetrieb11 000 Euro.

Zu sämtlichen Geldbeträgen käme noch die Umsatzsteuer in Höhe von 7 Prozent hinzu. Nach Angaben der Stadt sollen Bürger, die Beiträge nicht sofort zahlen können, eine Stundung über mehrere Jahre zu günstigen Konditionen beantragen können. (lnz)
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