Erneut kein Erfolgserlebnis

Nichts war es mit dem erhofften Befreiungsschlag bei der SpVgg SV Weiden. Das davor als Schlüsselpartie ausgegebene Spiel gegen SV Alemannia Haibach wurde mit 1:2 verloren. Damit haben die Weidener den Anschluss an die Spitze vollends verloren und müssen sich nach unten orientieren.

Weiden. Das Spiel vor 320 Zuschauern im Sparda-Bank Stadion war ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Erneut erspielten sich die Schwarz-Blauen viele Chancen, die aber zum Teil fahrlässig vergeben wurden. Dennoch glaubt Trainer Tomás Galásek weiter an sein Team: "Ich bin heute natürlich sehr enttäuscht, aber wir schaffen die Wende, da bin ich mir sicher. Ich glaube an diese Mannschaft." Auch Matthias Heckenberger schlug in die gleiche Kerbe: "Der Wille der Jungs ist da. Wir müssen einfach die Tore machen, dann kommt auch das Selbstvertrauen wieder."

Dennoch muss allen Beteiligten klar sein, dass der Hebel schnellstens umgelegt werden muss. Dem SV Alemannia Haibach reichte eine disziplinierte und kämpferisch starke Leistung zum Auswärtssieg. "Ein Riesenkompliment", sprach Trainer Klaus Hildenbeutel an seine Spieler aus. "Wir waren personell stark angeschlagen und haben den Sieg durch viel Laufarbeit und Leidenschaft ermöglicht."

Dabei begannen die Oberpfälzer recht gut und die meisten Aktionen der ersten Halbzeit spielten sich in der Hälfte der Unterfranken ab. Man kontrollierte den Ball und suchte immer wieder Heckenberger im Spielaufbau. Vor allem über die starke rechte Seite um den agilen Michael Riester und den diese Saison erstmals von Beginn an spielenden Thomas Wildenauer liefen immer wieder gefährliche Aktionen vor das Tor der Gäste. Der Führungstreffer war zu diesem Zeitpunkt verdient: Neuzugang Brendon Ruiz, er feierte ein ordentliches Debüt als Linksverteidiger, setzte sich auf der Außenseite durch und seine Flanke landete über Umwege vor den Füßen von Stefan Graf. Der Mittelfeldakteur fackelte nicht lange und verwandelte abgeklärt zum 1:0 (27.).

Allerdings war es nach der Pause vorbei mit der Oberpfälzer Spielkontrolle. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn nutzte die Alemannia einen schnell vorgetragenen Konter über Huth, dessen Flanke verwertete Torjäger Johannes Christian Breunig per Kopf. Vielleicht hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen, wenn der schönste Angriff des Tages über Ralph Egeter, den eingewechselten Thomas Mallette und Stefan Graf nicht am Pfosten, sondern im Netz gelandet wäre (55.).

Haibachs Sturmführer Breunig war dann erneut für das 1:2 verantwortlich. Sein Freistoß aus 20 Meter schlug unhaltbar für Keeper Dominik Forster durch die löchrige Mauer hindurch im Gehäuse ein (62.). Breunig machte mit seiner Kaltschnäuzigkeit den Unterschied an diesem Tag. Bei Weiden lief dann gar nichts mehr zusammen.
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