Eröffnung mit Bert Brecht

Mehr als fünf Stunden schwitzten die Schüler des Neustädter Gymnasiums über den Aufgaben zum Deutsch-Abitur. Bild: Hartl

Deutsche Sprache, schwere Sprache? Hoffentlich nicht! Am Donnerstag starteten die bayerischen Gymnasiasten in die Abiturprüfungen. Unter ihnen: 63 Schüler aus Neustadt.

Neustadt/WN. (esc) Am Donnerstagmorgen ging es los, Deutsch stand auf dem Programm. Mehr als fünf Stunden brüteten die Schüler über den Aufgaben. "Es war auf jeden Fall machbar", resümierte Dr. Anton Hochberger, Schulleiter des Gymnasiums Neustadt. Schließlich entsprechen die Abituraufgaben dem, was die Lehrer in den Jahren vorher mit ihren Schülern durchgemacht haben.

Die Jugendlichen brüteten über verschiedenen Fragestellungen. Zur Auswahl stand die Gedichtinterpretation von Conrad Ferdinand Meyers "Stapfen" aus dem Jahr 1882 oder das Erschließen poetischer Texte: das Drama "Leben des Galilei" von Bertolt Brecht (1955/56) oder "Der Turm" von Uwe Tellkamp (2008).

Außerdem konnten die Schüler auch einen informierenden Text verfassen: Unter dem Thema "Die Figur des Wissenschaftlers in Literatur und Film" wird nach der Aufgabenstellung ein Abend der Wissenschaft veranstaltet. Dazu sollte ein Vortrag mit Beispielen aus Literatur und Film erstellt werden. Zur Wahl stand noch textbezogenes Argumentieren: Mit dem Artikel des FAZ-Redakteurs Jan Wiele "Die Dialektik der Bauchnabelfluse" sollten dessen Argumente und Position analysiert und erörtert werden.

Klingt schwer. Hochberger aber beruhigt: "Das wird ja vorher alles geübt." Ein bisschen Glück gehört auch dazu: Vielleicht kommt gerade das Gedicht bei der Reifeprüfung an die Reihe, das die Schüler schon vorher mit dem Lehrer im Unterricht behandelt haben. "Jeder hat da seine Vorlieben", sagt der Schulleiter ob der verschiedenen Aufgaben.

Besondere Vorkommnisse gab es auf dem Felixberg zum Startschuss der Abiturprüfungen nicht. "Gott sei Dank", ist der Oberstudiendirektor zufrieden. "Alle waren da und alle haben etwas abgegeben." Für die 26 jungen Damen und 37 jungen Herren geht es dann am Dienstag weiter mit den Fächern Englisch, Französisch, Latein, Geschichte, Sozialkunde, Wirtschaft und Recht, Chemie, Physik, Kunst oder Sport. Je nachdem, welches die Schüler gewählt haben. Am Freitag müssen wieder alle für das Gleiche antreten. Dann steht Mathematik auf dem Plan.

Zwischen 18. und 22. Mai müssen sie dann zu zwei mündlichen Kolloquiumsprüfungen antreten. Am 26. Juni bekommen dann hoffentlich alle Abiturienten ihre Zeugnisse. Wir wünschen allen viel Erfolg bei den bevorstehenden Prüfungen.
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