Erst gute Erträge, dann Absturz

Der Imkerverein baut auf seine bewährte Führungsspitze mit Rudi Prölß und Manfred Bergler (vorne, Zweiter und Dritter von links). Neu im Team ist Barbara Beutner (links). Kenneth Aydt, der in die USA zurückkehrt, bekam zum Abschied einen Vereinsteller. Bild: bk

Der Fleiß ihrer Bienen steckte die Imker an. Aber die Wetterkapriolen brachten sie 2014 um die Erträge.

"Einige von uns haben Riesenverluste mit einem Ertrag von weniger als zehn Kilo Honig je Volk", bilanzierte Vorsitzender Rudi Prölß in der Generalversammlung am Sonntag.

Er bleibt an der Spitze des Imker- und Bienenzuchtvereins (IBZV). Formsache war die Bestätigung von zweitem Vorsitzenden Manfred Bergler, Schriftführerin Barbara Tafelmeyer und Kassier Wolfgang Wagner. Den Ausschuss bilden Alfons Fehlner, Manfred Liedl und Neumitglied Barbara Beutner. Die Kasse prüfen Matthias Kurz und Georg Schieder. "Die Natur explodierte schon sehr früh. Die Folge war ein kräftiger Polleneintrag", betonte Prölß. Der warme März mit Rekordwerten sowie der April hätten zeitigen Brutbeginn und frühe Schwärme bewirkt. Mäßigen Erfolg brachte infolge des kühlen Mai die Blütenhonig-Schleuderung. Auf dem Höhepunkt der Volksentwicklung leitete die Führungsspitze spontan die Königinnenzucht ein.

Hartnäckige Milbe

Die Carnica-Edelmarken holten sie vom anerkannten Reinzüchter Werner Zwillich. 24 Stunden später erfreuten viele angepflegte Näpfchen. Die Begattung auf der Belegstelle "Am Kühweiher" bei Wernberg fiel größtenteils der schlechten Witterung zum Opfer. Anfang Oktober verhinderte die Re-Invasion den nachhaltigen Behandlungserfolg gegen die Varroamilbe. "Die Geißel der Imker war wieder mal der Gewinner", beklagte Prölß. Der Verlust an Bienenvölkern sei auch ein Verlust für die Natur. Der Imkerchef empfahl ein ausgereiftes Varroakonzept; Mindestvoraussetzung sei ein Gitterboden zur ständigen Überwachung.

An Aktivitäten hob Prölß Fortbildungen und das Anlegen einer weiteren Bienenweide an der Kläranlage hervor. Fleißige Mitglieder erledigten die Landschaftspflege in der Birklohe. Der Kauf eines Honig-Auftaugeräts und des digitalen Refraktometers für rund 1300 Euro hatte das Vermögen kaum verändert, verdeutlichte Wolfgang Wagner. "Mit 38 Cent, die nach Abführung an den Deutschen Imkerbund, den Landesverband und die Versicherung verbleiben, kann man einen Verein nicht aufrechterhalten", sagte Prölß. Sein Vorschlag, den Jahresbeitrag von 26 auf 30 Euro zu erhöhen, fand bei den 21 anwesenden von 23 Aktiven Zustimmung. Die 15 fördernden Mitglieder zahlen 18 statt bisher 14 Euro.

Lob vom Bürgermeister

"Für mich ist es erstaunlich, wie viel Arbeit dranhänge, "bis wir den Honig aufs Brot streichen können." Mit diesen Worten dankte Bürgermeister Ludwig Biller für den Einsatz.
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