Erst laufendes Projekt abschließen

Noch in vollem Gang sind die Arbeiten an der Weidener Straße. Der Straßenzug wird den Markt auch im nächsten Jahr noch beschäftigen. Für 2015 wurden keine neuen Ortskernprojekte zur Förderung angemeldet. Bild: Völkl

Für die Ortskernsanierung gibt es Fördergelder. Alle Projekte müssen jedoch im Vorgriff bei der Regierung der Oberpfalz gemeldet werden. Im nächsten Jahr wird es jedoch nicht viel Neues geben. Der Markt ist noch mit dem Großprojekt "Weidener Straße" beschäftigt.

Wernberg-Köblitz. (cv) Alle Jahre wieder hat die Kommune ihre Projekte anzumelden, für die später im Zuge der Ortskernsanierung Förderanträge eingereicht werden. Die Marktgemeinde orientiert sich dabei an ihrer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2009. Als im Vorjahr die turnusmäßige Meldung nach Regensburg ging, hatte man folgende Prioritäten festgelegt: Weidener Straße bis zum Friedhof einschließlich Friedhofsvorbereich mit Einmündungsbereich Postleite und den Parkplätzen West und Nord, jedoch ohne Hauptstraße in Oberköblitz, dann der Fußweg entlang des Schilternbaches und Parkplätze nördlich des Jugendheimes, die Sportplatzstraße nördlich der Schilternbachbrücke mit Schilternbachbrücke, den Platzbereich Einmündung Kellerweg und Schlossbergstraße in die Regensburger Straße, alter Pfarrhof.

Da die Marktgemeinde heuer noch mit der Weidener Straße (ohne Parkplatz West) einschließlich Kanal und dem Einmündungsbereich Postleite beschäftigt ist, wird im Jahresantrag 2015 der Restbereich vorgesehen und 2016 dann die Maßnahmen Sportplatzstraße/Schilternbach.

Auf den Weg bringen

In zahlreichen Sitzungen und Zusammenkünften von Planer Gottfried Blank und den Saltendorfern wurde am Dorferneuerungsplan gestrickt. Inzwischen ist er mit dem Amt für ländliche Entwicklung abgestimmt. Auch der Marktrat segnete das Paket ab. Die Verwaltung kann nun den Antrag für das einfache Dorferneuerungsverfahren einreichen. Die Gesamtkosten für alle erarbeiteten Maßnahmen werden auf 613 000 Euro geschätzt. Der Fördersatz liegt zwischen 35 und 40 Prozent. Über die konkrete Planung und Realisierung der einzelnen Projekte entscheidet man zu gegebener Zeit.

Europa ist allgegenwärtig: Entsprechend der europäischen Wasserrahmenrichtlinie müssen Oberflächengewässer bis spätestens 2021 die Wasserqualität "gut" aufweisen, das heißt in einem zumindest "guten" ökologischen und chemischen Zustand sein. Eigentlich sind die Kommunen überfällig: Das Thema sollte schon bis 2015 erledigt sein, erläuterte Bürgermeister Georg Butz. Die Frist wurde nun nochmals um sechs Jahre verlängert. "Die Aufgabe ist eine gigantische", so Butz. Wehre raus, Mäander, Fischdurchgängigkeit schaffen, schnitt er einige der Themen an. Den exakten Umfang kann aber nur ein Planer ermitteln. Es führt kein Weg daran vorbei, "ab 2021 gibt es Strafgebühren, wenn wir nichts fertig haben". Handlungsbedarf angesichts von Verbauungen und Begradigungen gibt es auch in den Gewässern dritter Ordnung, den Bächen, für welche die Marktgemeinde zuständig ist.

Eigenanteil bleibt

Jede Gemeinde soll ein Gewässerentwicklungskonzept vorlegen und notwendige Maßnahmen im Lauf der Jahre auch umsetzen. Die Festlegung, welche Bäche im Konzept erfasst werden, trifft das Wasserwirtschaftsamt Weiden. Das Konzept wird vom Freistaat gefördert. Der Satz für ein geeignetes Ingenieurbüro beträgt 75 Prozent. Die Umsetzung wird mit 65 Prozent bezuschusst. Ebenso gibts Fördermittel für die Unterhaltskosten der realisierten Maßnahmen. Hier gilt dauerhaft ein Satz von 30 Prozent. Ebenso gefördert werden Grunderwerbsankäufe, wenn sie in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Gewässerkonzept stehen. Die Kosten für ein Konzept betragen 40 000 Euro brutto. Bei einem Fördersatz von 75 Prozent bleibt ein Eigenanteil von 10 000 Euro beim Markt. Mit dem Konzept soll im Frühjahr begonnen werden, damit es zum Jahresende abgeschlossen werden kann.

Der Marktrat beschloss, das Thema anzugehen. Man wird als ersten Schritt Honorarangebote einholen und die Fördervoraussetzungen mit dem Wasserwirtschaftsamt abstimmen.
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