Erst mal genaue Kosten ermitteln

Das Feuerwehrgerätehaus in Großensees (links) soll saniert werden. Künftig wollen Feuerwehr und Schützenverein auch die Örtlichkeiten des Schützenvereins (rechts) gemeinsam nützen. Bild: jr

Am Sanierungsbedarf hatte keiner im Gemeinderat Zweifel. In welchem Umfang und zu welchem Preis das Gerätehaus der Feuerwehr erneuert wird, ist noch nicht entschieden.

Die Feuerwehr Großensees will ihr Gerätehaus sanieren. Obwohl es 1987 erbaut wurde und damit erst 28 Jahre alt ist, besteht Renovierungsbedarf. Nicht zuletzt soll der Ofen durch eine Pelletsheizung oder eine Gastherme ersetzt werden. Bürgermeister Johann Burger will die Kosten ermitteln und einen Zuschussantrag bei der Regierung der Oberpfalz einreichen. Eventuell kann das Vorhaben schon im Haushalt 2016 mit eingestellt werden.

Der Bürgermeister machte deutlich, dass zunächst die Kostenaufstellung abgewartet werden muss, ehe der Gemeinderat eine Entscheidung fällen wird. Er verwies auf ein Schreiben des Vorsitzenden der Feuerwehr, Matthias Härtl, in dem die Wünsche der Wehr aufgelistet sind. So sollen eigene Toiletten für Damen und Herren neu geschaffen werden. Bislang gibt es nur eine Toilette. Geplant sind ferner ein Dachbodenausbau, die Umgestaltung des bisherigen Schulungsraumes in einen Lagerraum sowie der Einbau neuer Fenster und Tore. Die Elektroinstallation soll überarbeitet werden. Auf der Wunschliste stehen außerdem neue Garderoben. Schließlich soll nach Alternativen für die Heizung gesucht werden.

Wie Härtl in seinem Schreiben mitteilte, wollen die Feuerwehr und der Schützenverein die vorhandenen Örtlichkeiten des Schützenvereins künftig gemeinsam nutzen. Dies kommt vor allem bei Schulungen, Unterrichten und Versammlungen in Frage. Der Feuerwehr-Vorsitzende schrieb von einer moderaten Sanierung und bat die Gemeinde um eine finanzielle Unterstützung. Weiter machte Härtl deutlich, dass in Anbetracht der demografischen Entwicklung eine Sanierung die sinnvollste Lösung sei, da weder ein Neubau noch eine Vergrößerung des Feuerwehrgerätehauses in der heutigen Situation vertretbar sei. Eine Aufteilung in verschiedene Bauabschnitte nannte er eine zusätzliche Option, um die Kosten für die Gemeinde überschaubar zu halten.

Maximilian Ernstberger (CSU), als Vorsitzender der Feuerwehr Pfaffenreuth und Baufachmann Experte, sprach grob überschlägig berechnet von 70 000 Euro an möglichen Kosten. Dies freilich wollte der Großenseeser Kommandant Thomas Lindner (Freie Wähler) so nicht bestätigen. Er sprach von höchstens 15 000 Euro Kosten. "Wir wollen eine kleine Lösung", sagte Lindner.

Max Zintl (CSU) machte deutlich: "Dass das Gebäude sanierungsbedürftig ist, steht außer Frage. Jetzt müssen die Kosten ermittelt werden, dann gibt es eine Entscheidung." Darin war er sich mit Bürgermeister Johann Burger und den Gemeinderäten einig.
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