Erste Ergebnisse auf dem Tisch

Es war ein schwerer, aber gut überlegter Schritt der Gemeinden Weigendorf und Pommelsbrunn, die eigene Kläranlage nicht zu sanieren und stattdessen bei der Stadt Hersbruck mit anzuschließen. Die Abrechnung der Betriebskosten für 2013 schuf erstmals Klarheit über die finanziellen Auswirkungen.

Gespannt sahen die Weigendorfer Gemeinderäte im Gasthaus Dorfwirt dem Beratungspunkt "Betriebskosten Abwasser" entgegen. Dazu hatte Bürgermeister Reiner Pickel die Kämmerin der Verwaltungsgemeinschaft, Ingrid Plickert, geladen. Ihre Aufstellung für die Jahre 2013 und 2014 führte alle Einzelposten auf.

2013 entstanden in der Großkläranlage Hersbruck umlagefähige Kosten von 913 000 Euro. Der Anteil der Gemeinde Weigendorf bemisst sich nach der Einleitungsmenge und liegt bei 6,35 Prozent, also 58 000 Euro. Doch das ist nur eine Seite.

Gut 83 000 Euro zu zahlen

Die beiden Nachbarn betreiben in eigener Regie das Pumpwerk in Hartmannshof, und Weigendorf ist für den Messschacht verantwortlich, an dem die eigene Abwassermenge ermittelt wird. Hauptbrocken ist der Energieverbrauch der Pumpen; Personal- und sonstige Kosten des Bauhofs Pommelsbrunn kommen dazu. Diese Abrechnung endete 2013 bei 25 100 Euro. Unter dem Strich ergeben sich für Weigendorf damit gut 83 000 Euro.

Jede Jahresabrechnung fällt anders aus, wie die Zahlen für 2014 beweisen. 5,31 Prozent des Abwassers, das in Hersbruck durch die Kläranlage floss, kam aus Weigendorf. Da auch die Anlage Hersbruck günstiger arbeitete, errechnet sich für die Gemeinde ein Anteil mit von rund 47 000 Euro an 884 000 Euro. Die eigenen Betriebskosten werden erst noch ermittelt.

Die Spielvereinigung Weigendorf beantragte einen Zuschuss für die Fahrt einer größeren Jugendgruppe nach Rust. Im Etat der Jugendförderung stehen 500 Euro zur Verfügung. Den Betrag stockte der Rat als einmalige Zuwendung auf 700 Euro auf.

Rampen für Rollstuhlfahrer

Nach dieser Zahlenflut stand eine Information über den barrierefreien Zugang zum öffentlichen Nahverkehr auf der Tagesordnung. Ein Gesetz formuliert das Ziel, Rollstuhlfahrern bis 2022 die Nutzung des Busverkehrs zu ermöglichen. Durch die Gemeinde fährt die Linie von Königstein kommend über Oed, Weigendorf, Haunritz und Högen nach Sulzbach-Rosenberg. An allen Haltestellen werden kleine Rampen gebraucht. Da aber die meisten Busse noch nicht entsprechend ausgestattet sind, sah der Gemeinderat dabei keinen Grund zur Eile.

Im Informationsteil der Sitzung verwies Bürgermeister Reiner Pickel auf das Projekt Simultankirchen-Radweg. Zwei Routen berühren das Gemeindegebiet.

Der Preis der Sicherheit

Die kommunale Verkehrsüberwachung zeigt Wirkung: Die gemessenen Geschwindigkeitsüberschreitungen sind deutlich zurückgegangen. Das hat zur Folge, dass die Ausgaben höher als die Gebühren sind. Als Preis der Sicherheit sah das der Gemeinderat das als verkraftbar an.

Wie der Bürgermeister noch mitteilte, sind im Gemeindeteil Oed sind seit kurzem sieben Albaner als Asylsuchende untergebracht.
Weitere Beiträge zu den Themen: Högen (207)März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.