Erster Grippetoter
Nachgefragt

Neustadt/Weiden. (ms) Husten, schnupfen, niesen: Eine ganze Palette von Atemwegsinfekt-Erregern schwirrt zurzeit durch die Luft. "Die Grippewelle ist gerade voll am Laufen", bestätigt Dr. Thomas Holtmeier, Leiter des Gesundheitsamtes Weiden. Allein in der vergangenen Woche wurden 64 Influenzafälle gemeldet. Es habe bereits ein Todesopfer gegeben. Näheres wollte der Mediziner nicht dazu sagen. Einen Influenza-Toten beklagt auch das Gesundheitsamt Amberg. Dort starb am vergangenen Donnerstag eine Frau.

Die Grippe beschert dem Klinikum Weiden sehr viel Arbeit. "Wir sind immer noch überbelegt. "Trotz Verlegungen in die anderen Häuser liegen viele Patienten auf dem Gang", berichtet Pressesprecherin Rita Stadler. Hinzu kämen Magen-Darm-Erkrankungen.

In der Kinderklinik herrscht seit Tagen Hochbetrieb. Normalerweise werden 40 Buben und Mädchen behandelt, zurzeit sind es 65. "Wir mussten sogar noch Patienten bitten, nach Amberg oder Bayreuth auszuweichen", erzählt Chefarzt Dr. Fritz Schneble, der von einer "sehr massiven Infektwelle" spricht.

Am Dienstag litten 14 Kinder unter dem RS-Virus, das bei Kleinkindern Bronchitis oder Lungenentzündung verursacht. Hinzu kämen noch bis zu 10 Kinder mit Influenza. "Je kleiner die Patienten sind, desto mehr werden sie mitgenommen." Der Mediziner warnt alle Eltern von Neugeborenen oder ganz kleinen Kindern vor engen Kontakten mit Menschen, die erkältet sind. Schneble macht aber Hoffnung: Es gebe Anzeichen, dass die Grippewelle in nächsten Tagen abebbe.

Zitate

Fachkräftemangel ist keine Zukunftsmusik. Den haben wir schon lange.

Dumpfe Parolen gegen Flüchtlinge wollen wir nicht haben. Sie sind indiskutabel und saublöd, da wir die Leute brauchen.

Wie man die Kiste (Familien-Arbeitszeit, Anmerkung der Redaktion) nennt, ist mir wurscht. Wichtig ist, dass die Familien weniger Stress haben.

Bei Langzeitarbeitslosen geht es nicht um die Integration in den ersten Arbeitsmarkt, sondern um die soziale Integration.

Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles

Polizeibericht Geldbeutel im Bus verloren

Altenstadt/WN. Ein 37-jähriger Neustädter fand am Montagabend in der Max-Reger-Straße in Altenstadt eine Geldbörse und gab diese bei der Polizeiinspektion Neustadt ab. Als die Verliererin, eine 64-Jährige ebenfalls aus der Kreisstadt, den Geldbeutel abholte, stellte sie fest, dass das Bargeld in Höhe von rund 25 Euro fehlte. Sämtliche Ausweise und Karten befanden sich dagegen noch in der Börse.

Die Frau war gegen 18.15 Uhr mit dem RBO-Bus von Weiden nach Neustadt gefahren und stand beziehungsweise saß später im Bus. In Altenstadt kippte in einer Kurve ihre Einkaufstasche um und vermutlich fiel dabei die schwarz-weiß gefleckte Ledergeldbörse heraus. Offensichtlich nahm sie ein Passagier mit.
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