Erster Landesliga-Sieg

Der SV Poppenreuth feierte am Sonntag mit 5:0 gegen den ASV Vach seinen ersten Sieg in der Landesliga. In den Freudenbecher mischte sich aber ein Wermutstropfen: Robin Hostalek (rechts), der hier versucht, den Schuss von Fabio Garcia zu blocken, sah wegen Nachschlagens die Rote Karte. Bild: heh

Jubel beim SV Poppenreuth! Der erste Landesliga-Sieg der Vereinsgeschichte ist unter Dach und Fach. Und der fiel mit 5:0 gegen den ASV Vach auch noch sehr deutlich aus.

Poppenreuth. (rez) Beide Teams begannen sehr aggressiv und störten den Gegner schon früh beim Spielaufbau. So waren die ersten 20 Minuten von Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt, ohne dass es zwingende Torchancen gab. Dann aber nahm die Partie richtig Fahrt auf. Zunächst scheiterte Heidel für die Hausherren mit einem Kopfball, dann folgte die beste Phase der Gäste. Gachot traf zwei Mal freistehend das Tor nicht und Garcia machte es in der 29. Minute nicht besser. Mitten hinein in diese Drangperiode fiel der Führungstreffer für die Gastgeber. Einen Konter über Sladecek und Komberec, der den Ball zur Mitte ablegte, schloss Dan Martinec gekonnt ab. Es folgten wütende Angriffe der Gäste, wobei Gachot wieder freistehend das Tor verfehlte. Kurz vor der Halbzeit fast das 2:0 für die Hausherren: Sladecek nahm einen Abschlag von Torwart Tomas Martinec an, spielte seinen Gegenspieler aus und lupfte den Ball über den gegnerischen Torwart an den Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste die erste Chance, doch Garcia scheiterte an Keeper Martinec. Nach einer klasse Kombination über Sladecek und Veleman brachte Mirschberger gerade noch den Fuß dazwischen. Poppenreuth gab den Ball aber nicht verloren, Hibler holte sich das Leder, dribbelte in den Strafraum und vollendete gekonnt. Wenig später setzte sich Heidel auf links durch, sein Schuss verfehlte aber knapp das Ziel.

Zwei Roten Karten

Jetzt wurde es auch für den gut leitenden Schiedsrichter turbulent. Zunächst schickte er den Poppenreuther Hostalek wegen Nachschlagens vom Feld, wenig später musste bei den Gästen Eich (grobes Foulspiel) runter. Den Freiraum nutzte Poppenreuth mit seinen Kontern wesentlich besser. Lukas Komberec (69.), Fabian Nickl (83.) und Batuhan Yazici (85.) legten drei Treffer zum 5:0-Endstand nach. Die Gäste steckten zwar nicht auf und kamen auch zu einigen sehr guten Möglichkeiten. Sie fanden aber in Torwart Martinec ihren Meister, der zwei Mal gegen den alleine vor ihm auftauchenden Pommer klärte und einen Schuss von Garcia aus dem Winkel fischte.

SV-Trainer Milan Kouloch war hochzufrieden mit den ersten drei Punkten. Sorgen bereitet ihm aber, dass Peroutka und Krupicka schon beim Warmmachen passen mussten und im Spiel Sladecek und Komberec angeschlagen wurden. Das Verhalten von Hostalek konnte er nicht verstehen. Für den Rest seines Teams hatte er nur Lob übrig. Gästetrainer Norbert Hofmann war verständlicherweise enttäuscht. Er war vor allem mit seinen Stürmern nicht zufrieden, die einige "Hundertprozentige" ausließen. In der zweiten Hälfte, nach dem 2:0, habe sein Team "vogelwild gespielt", so sein Kommentar. Die Abwehr hätte keinerlei Zugriff auf den Gegner bekommen und das Ergebnis spreche Bände: "Poppenreuth hat nicht unverdient gewonnen."
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