Erster Schultag und Google

Bei strahlendem Sonnenschein hatte sich zum einem offensichtlich ganz Neuhaus auf die Beine gemacht, aber auch zahlreiche Besucher aus der Nachbarschaft machten den Marktplatz zum fröhlichen Treffpunkt der Generationen.

Wenn die Faschings-Umzüge in den sogenannten Hochburgen vorüber sind, läuft man in Neuhaus erst zur Hochform auf. Seit über 15 Jahren als Geheimtipp gehandelt und organisiert von den Neuhauser Pfadfindern, schlängelt sich seitdem immer am Faschingsdienstag zum Endspurt ein kleiner aber feiner und exklusiver Gaudiwurm durch den Ort.

Vier Wagen und eine Vielzahl Fußgruppen zogen von der Agathakirche über den Markt zur Mühle, weiter über den Birkenweg und wieder zurück. Hauptakteure waren die verschiedenen Neuhauser Pfadfindergruppen.

Auf den Wagen wurde das Zoiglbier thematisiert, es gab einen Rückblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft oder aber - jeder kann sich dran erinnern - an den ersten Schultag ("Mei ersta Schuldoch"), der mit Tafel, Schulranzen und Klassenzimmer in Szene gesetzt wurde.

Hoch auf dem Wagen

Auch die Windischeschenbacher Narrhalla reihte sich mit ihrem Prunkwagen ein. Bilden die motorisierten Teilnehmer den Rahmen des Ganzen, sind es die originellen Fußgruppen, die den Reiz ausmachen.

Das Personal des AWO-Seniorenheimes war mit jeder Menge dunkler Gestalten, Hexen, Vampiren, Spinnenbein und Krötengift vertreten. Die Schlittenhunde der Pfadfindergruppe "Falken" mussten sich mächtig ins Zeug legen, um das Gefährt vorwärts zu bewegen. Es gab eine perfekt geschminkte Gruppe "Katz und Maus", die "Pampersrocker" baten um "Manege frei" für den Zirkus, und das Brauhaus wurde auf einem Handwagerl durch die Gegend gezogen.

Auch die "Pfaderer" aus Windischeschenbach waren nach Neuhaus gekommen und beteiligten sich als Schoko-Bons oder Fast-Food-Burger samt Abfallbehälter am Umzug. Zu den allgegenwärtigen Themen der Jugend, YouTube, Google und Facebook hatte eine Gruppe Kostüme gestaltet. Zahlreiche weitere Maschkerer bildeten echte Hingucker. Zur Freude von Kindern, aber auch der Erwachsenen warfen die Zugteilnehmer reichlich Bonbons und Knabbereien unters Volk. Nach der Rückkehr auf den Markt heizte ein DJ den Besuchern ein.
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