Es bleibt beim "Nein"

Die Marktgemeinde Mähring verweigert auch weiterhin das gemeindliche Einvernehmen für Windkraftanlagen, die außerhalb des Flächennutzungsplanes liegen. Archivbild: dpa

Auch wenn der Landkreis bereits sein Einverständnis erteilt hat: Beim "Windpark Asch" bläst der Mähringer Marktrat zum Gegenwind. Notfalls vor Gericht.

Das Thema Windkraft beschäftigt die Gemeinderäte immer wieder und immer wieder heftig. In der jüngsten Sitzung lagen gleich drei Anträge zum Bau von Windmühlen vor. So hatte das Landratsamt mitgeteilt, dass es zwei von den bisher vorgesehenen fünf Anlagen der "Windpark Asch GmbH" bei Asch genehmigt habe.

Dennoch verweigert die Marktgemeinde weiterhin ihr Einverständnis. So werde das einmalige Landschaftsbild zerstört, seien in der Nähe des betroffenen Bereiches Schwarzstorch und Rotmilan zu Hause. Außerdem werde der Mindestabstand zu Wohnhäusern nicht eingehalten. Und schließlich lägen die beiden Windräder im Bereich eines Wasserschutzgebietes.

Mit den beiden jetzt genehmigten Windrädern, den bereits vorhandenen bei Ellenfeld und den geplanten bei Laub würden die Gemeindeteile Laub und Ahornberg von Windkraftanlagen umzingelt. Außerdem stünden die Anlagen nicht in dem Teilflächennutzungsplan Windkraft. Das Gremium beschloss deshalb mit 11:2 Stimmen, gegen den Genehmigungsbescheid des Landratsamtes Klage beim Verwaltungsgericht in Regensburg einzureichen.

Ein weiterer Antrag war von der "Aufwind Engineering GmbH" aus Regensburg, die bei Redenbach eine 119 Meter hohe Anlage betreiben will. Bereits vor fünf Jahren hatte die Gemeinde das Einvernehmen verweigert, nun wurde ein Antrag mit stark eingeschränkten Betriebszeiten vorgelegt, der aber wiederum keine Zustimmung fand.

Das Landschaftsbild als wichtiges Kapital der Marktgemeinde und Grundvoraussetzung für den Tourismus werde zerstört, die alte Kulturlandschaft einen nicht wieder gutzumachenden Schaden erleiden. Zudem stehe die Anlage zu nahe an der Ortschaft Redenbach. "Es wäre unverantwortlich, unseren Bürgern diese Belastung zuzumuten." Durch die kurzen Betriebszeiten sei das gesamte Projekt unwirtschaftlich.

Und schließlich verweigerte der Gemeinderat noch dem Antrag der "Ostwind Projekt GmbH" aus Regensburg die Zustimmung, die fünf Windkraftanlagen mit einer Höhe von über 199 Metern auf dem Wetterberg bei Laub plant, der höchsten Erhebung im Gemeindebereich. "Da wäre der Ahornberg ja von Windrädern umzingelt", hieß es in der Sitzung. Außerdem befänden sich in unmittelbarer Nähe ein Biotop sowie Ausgleichsflächen des Marktes, des Staatlichen Bauamtes und der Autobahndirektion Nordbayern.

Zustimmung fand dagegen die Änderung des Bebauungsplanes "Poppenreuther Straße", womit dort auch Häuser im "Toskana Stil" zulässig sind. Bürgermeister Josef Schmidkonz verlas ein Schreiben des Finanzministeriums, wonach es beim Breitbandausbau bei den bereits zugesagten 80 Prozent Förderung bleibt.

Erfreut waren die Markträte über eine zusätzliche Förderung des Brückenbaus in Dippersreuth. Die Gesamtförderung beläuft sich nunmehr auf 102 000 Euro. Zur Kenntnis genommen wurde die Verteilung der Bedarfszuweisungen und Stabilisierungshilfen in der Oberpfalz. Die Gemeinde Mähring hatte dazu keinen Antrag gestellt.
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