Es bleibt weiter gerichtlich

Die Güteverhandlung ist geplatzt, der Streit geht weiter. Zankapfel ist der Verkauf des Königsteiner Lokals mit dem sinnigen Namen "'s Wirtshaus".

Vor dem Amtsgericht Amberg kam es zu keiner Einigung zwischen dem ehemaligen Besitzer (Konrad Kliegel) des Gasthauses "'s Wirtshaus" in Königstein und dem Schützenverein.

Bei der Verhandlung waren die Schützen mit ihrem Vorsitzenden Claus Stadter stark vertreten. Der Kläger Konrad Kliegel hatte von den "Tell"-Schützen 17 000 Euro Schadenersatz gefordert, weil er beim Verkauf des Anwesens einen Preisnachlass gewähren musste. Der Grund dafür war eine "persönlich beschränkte Grunddienstbarkeit", die wegen des angebauten Schützenheims eingetragen wurde. Diese musste auch der Käufer des Anwesens übernehmen.

Der Anwalt Kliegels stellte fest, dass die alten Verträge ungültig seien und die Dienstbarkeit damit auch nicht mehr wirksam sei. Der Anwalt der Schützen jedoch wollte dies nicht akzeptieren: Seit 1979 bestehe das Mietverhältnis durchgehend. Er meinte, dass Konrad Kliegel nichts zu fordern habe. Für den Richter Uli Hübner war es klar, dass die Grundschuld sehr wohl geblieben sei, auch wenn der Mietvertrag des Schützenheimes mit den "Tell"-Schützen im Jahre 2005 gekündigt wurde. Eine Kündigung mache den Grundbucheintrag nicht einfach unwirksam.

Schließlich kam es zu keiner Einigung der beiden Parteien. Konrad Kliegel nahm seine Klage nicht zurück. Der Vorschlag vom Richter, eine Kulanzzahlung zu leisten, wurde von beiden Seiten nicht akzeptiert. Die nächste Sitzung ist für diese Woche am Landgericht Amberg angesetzt.
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