Es brummt in Oberlind

Für die drei Bauplätze am Ende des Baugebiets "Messerpaint" gilt seit März 2010 eine Ortsabrundungssatzung, die rechtsverbindlich ist. Neue Bauvorhaben im Anschluss gingen jedoch deutlich in den Außenbereich und es würde, laut Landratsamt, eine Insellage entstehen. Bild: dob

Franz Schwarzmeier machte bei der Bürgerversammlung in Oberlind am Montag seinem Unmut über die extrem hohe Lärmbelästigung durch die A 6 - vor allem nachts - Luft.

Vor dem Haus sitzen und die Ruhe genießen sei schwer möglich, wenn nachts die Brummis über die Anhöhe "Kaltenbaum" brettern und dazu in kleinere Gänge schalten, wandte auch Alfred Uschold ein. "Wenn es auch die Oberlinder nicht hören wollen, aber in Unterlind fängt sich der Lärm sogar noch lauter", so Uschold. Die Bewohner sind nur einen Steinwurf von der A 6 entfernt.

Abgeordnete einschalten

Das Brummen und Röhren schwappt fast ungehindert auf die unterhalb liegenden kleinen Dörfer. Eine gewichtige Rolle spiele dabei der Wind. Bei Südwind sei die Lärmbelastung am Schlimmsten. Bewohner des Ortsteils Straßenhäuser würden noch mehr leiden, hieß es. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer machte allerdings auf einen geforderten Lärmschutzwall wenig Hoffnung.

Stadträtin Gabriele Eichl würde sich dagegen eine Geschwindigkeitsreduzierung in diesem Bereich wünschen, mit der sicher eine enorme Lärmminderung einhergehen würde. Das wollte keiner der Anwesenden so recht glauben. Zumindest sollte man das Anliegen einmal den Bundestagsabgeordneten aus der Region vortragen, um Abhilfe zu schaffen und den Lärm wenigstens zu mildern, sagte Eichl. Der Bürgermeister stimmte ihr dabei zu. Messbare Hilfe schafften eigentlich nur Schallschutzfenster, meinte Gerlinde Kindl. In ihrem Eigenheim hätten sie sich im vergangenen Jahr welche eingebaut und zumindest bei geschlossenen Fenstern jetzt Ruhe.

Herbert Zitzmann wünscht sich einen schnellen Breitbandausbau, um über eine schnellere Datenautobahn zu verfügen. Spätestens im Sommer 2016 könne er auf das schnellere Netz zugreifen, versprach Wutzlhofer. Landwirt Konrad Zitzmann brachte den schlechten Zustand des Flurbereinigungswegs beim Anwesen Scherer in Richtung Waldgebiet "Elm" vor. Die Nutzer wären sogar mit einem Rückbau der Teerdecke einverstanden. Außendienstleiter Karl Frey zeigte sich damit einverstanden. Alfred Uschold bedauerte das Auffüllen der Gräben in diesem Abschnitt, denen bei der Entwässerung durchaus wichtige Funktionen zukämen.

Finanzielle Punktlandung

Nicht nur in Vohenstrauß, Kößing und Altenstadt wurde in Spielplätze investiert. Auch der Oberlinder Spielplatz erhielt Verbesserungen. Neben den üblichen Unterhaltungsmaßnahmen wurde ein neuer Wichtelturm aufgestellt. Die Arbeiten im Feuerwehrgerätehaus stehen kurz vor dem Abschluss. Viele fleißige Hände hätten im Ortsteil dazu beigetragen, das Gerätehaus nach dem Dachausbau mit einer neuen WC-Anlage und neuen Fenstern auszustatten, lobte der Bürgermeister. Mit insgesamt 31 300 Euro blieben auch die Kosten unter den vorausberechneten 32 000 Euro, freute sich Wutzlhofer über die finanzielle Punktlandung.

Kurz gab der Rathauschef noch bekannt, dass die Sperrung der Kreisstraße 41 zwischen Lerau und Oberlind längstens bis 14. November dauern werde. Der Ausbau erfolge im Wesentlichen unter halbseitiger Sperrung. Vom 1. August bis 15. September sei die Ortsdurchfahrt Lerau jedoch voll gesperrt.

In nächster Zeit werden Ausbesserungsarbeiten an der Kalvarienbergstraße und dem Tradmühlweg vorgenommen. Rote Farbe kennzeichnet schon jetzt die geplanten Streckenabschnitte.
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