Es geht auch ohne Torf

Eine Million Euro hat die Gregor Ziegler GmbH wieder investiert. Mit einer zweiten Produktionshalle wird das Unternehmen dem wachsenden Trend nach Torf-Ersatzstoffen gerecht. Bild: hfz

Es begann vor 25 Jahren: Rindenabfälle aus dem Sägewerk einfach zu entsorgen, fand Gregor Ziegler einfach schade. Daraus entwickelte er eine Geschäftsidee, von der heute über 200 Mitarbeiter profitieren.

1989 begann Seniorchef Gregor Ziegler mit der Produktion von Rindenmulch und Blumenerde auf Basis nachhaltiger Rohstoffe. Daraus entstanden ist ein Produktportfolio, das heute über 150 verschiedene Rezepturen für Erden, Rinden, Substrate und Dünger umfasst. Mit der Spezialisierung auf torfreduzierte Erden und Substrate setzte das inhabergeführte Unternehmen früh auf den Trend zur Nachhaltigkeit.

Ein weiterer Baustein dazu ist die vor kurzem in Betrieb genommene Produktion von Holzfaser als Torf-Ersatzstoff. Ein Produkt, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut und bei vielen Substratwerken in ganz Europa zum Einsatz kommt.

Dieser Bereich ist so stark nachgefragt, dass das Oberpfälzer Unternehmen zum Jahreswechsel erneut eine Million Euro in eine zweite Produktionsanlage investiert hat. So können jetzt pro Monat bis zu 50 000 Kubikmeter Holzfaser produziert werden.

Die Qualität der Holzfaser "Timpor" lässt sich individuell auf die Bedürfnisse des Kunden abstimmen. Ebenfalls im Programm steht eine Faser für zertifizierte Bioprodukte, die mit dem RAL-Gütesiegel ausgezeichnet ist und zu 100 Prozent aus Holz und damit aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. "Die Versorgung ist somit auf lange Zeit gesichert", weiß Geschäftsführer Matthias Ziegler.

Weiter produziert das Unternehmen schon seit 2004 ca. 130 000 Tonnen Holzpellets und Holzbriketts pro Jahr. Zwei Biomasse-Heizkraftwerke erzeugen den dazu benötigten Strom, die Wärme und den Dampf.

Der Umsatz der Firmengruppe beläuft sich mittlerweile auf rund 55 Millionen Euro pro Jahr. In den Werken in Stein, in Tschechien und Lettland arbeiten rund 200 Mitarbeiter und produzieren und vertreiben derzeit jährlich rund 450 000 Paletten der unterschiedlichsten Marken und Produkte. Neben dem Erwerbsgartenbau werden vor allem Gartencenter, Baumärkte und der Lebensmittel-Einzelhandel für den "Privatgärtner" bedient.

"Ohne die hohe Qualität unserer Produkte in Kombination mit einem ausgeprägten Kundenservice, dem daraus gewachsenen Vertrauen unserer Kunden und der Einsatzbereitschaft von Mitarbeitern und Familie, stünden wir heute nicht da, wo wir als Unternehmen stehen", sagen Vater Gregor und Sohn Matthias Ziegler unisono.
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