Es geht weit mehr als a bisserl was

Den von Hildegard Helgert (Dritte von links) ausgezeichneten Mitgliedern des Katholischen Frauenbundes gratulierten auch Geistlicher Rat Antony Soosai und Bezirksvorsitzende Matha Bauer (Mitte). Bild: pi

"Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht dieser Welt verändern", zitierte Hildegard Helgert in der Jahreshauptversammlung des Katholischen Frauenbundes ein afrikanisches Sprichwort. Die Welt verändern die Frauen nicht, aber sie bereichern nach Meinung der Vorsitzenden das Leben in der Pfarrei.

Begründungen zu ihrer Aussage lieferte Helgert in Hülle und Fülle. Zu den eigenen Aktionen - darunter Bastel- und Kochkurse, die Gestaltung kirchlicher Feiern, Flohmärkte und Basare, Seniorennachmittage oder Ausflugsfahrten, - kommen immer wieder Spenden, ob für die Heimat des Geistlichen Rats Antony Soosai, die Aktion "Engel für Afrika", Hilfen für Flutopfer oder die Belange in der eigenen Pfarrei. Ihr Dank galt allen, die sich in den vergangenen drei Jahrzehnten engagiert haben.

Soosai sprach deshalb auch von einem "besonderen Tag, weil der Frauenbund ein Segen für unsere Pfarrei ist". Er habe sie durch Einsatz und Hingabe belebt. "Hilfsbereitschaft ist selbstverständlich für unseren Frauenbund", sagte der Pfarrer. "Vergelt's Gott für die großzügigen Spenden für bedürftige Menschen. 30 Jahre Zusammenhalt - ein sehr großer Erfolg."

Was die Gemeinschaft im vergangenen Jahr auf die Beine gestellt hatte, verdeutlichte Rita Völkl. Die Schriftführerin erinnerte an die vielen Aktionen und Veranstaltungen, darunter Seniorennachmittag, Weltgebetstag, Kalligrafiekurs, Osterbasar oder Adventsmarkt. Beifall, wie alle Rednerinnen, erhielt auch Schatzmeisterin Karin Dunkl. Deren akribische Buchführung lobten die Prüferinnen Agnes Reber und Kornelia Reber.

Für 20-jährige Mitgliedschaft zeichnete die Vorsitzende Rosa Ditz, Rosa Götz, Monika Lang, Hannelore Maurer, Martha Seibert, Claudia Weiß und Annigret Wild aus. Das Leben vor Ort aktiv mitzugestalten, ist laut Martha Bauer eine der vielen Aufgaben des Zusammenschlusses. Dabei betonte die neue Vorsitzende des Bezirksverbands Vohenstrauß, "dass sich die Frauen weltweit für bessere Lebensbedingungen engagieren". Umso mehr galt die Forderung an die Politik, das Ehrenamt besser anzuerkennen.

"Gleiches Geld für gleiche Arbeit?" Das ist nach Bauers Aussagen in Deutschland Fehlanzeige. Auch wenn nach wie vor keine Chancengleichheit bestehe, forderte sie dazu auf, nicht zu jammern, sondern zu handeln. Der sogenannte "Equal pay day" - Aktionstag für Lohngleichheit - sei Anlass, tätig zu werden. "Werden sie Mitautorin!", rief die Bezirksvorsitzende dazu auf, bei der Aktion "Schatzkästchen für Alt und Jung" mitzumachen.

Sie freute sich über die Zusage der Georgenberger Heimatdichterin Elfriede Süß. "Der Erlös ist für Kinder, die nicht in geordneten Verhältnissen aufwachsen", informierte sie. Als weiteres Projekt nannte sie die Aktion "Anbandeln" zur Verbesserung des Kontakts zwischen den Zweigvereinen und jungen Müttern frei nach dem legendären "Monaco Franze" und dessen Motto "A bisserl was geht immer".
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