"Es ist vollbracht"

Robert Krichenbauer (Mitte) wurde zum Rettungsanker der Feuerwehr. Beim zweiten Anlauf übernahm er für drei Jahre den Posten des Vorsitzenden. Thomas Woppmann (Zweiter von rechts) wird ihn als Stellvertreter unterstützen. Bürgermeister Andreas Wutzlhofer (Dritter von links) fiel ein Stein vom Herzen. Bild: dob

Im zweiten Anlauf gelang es nun auch der Kaimlinger Feuerwehr - nach Roggenstein - ebenfalls eine neue Führungsmannschaft zu finden. Robert Krichenbauer steht in den nächsten drei Jahren an der Spitze.

Die nachgezogene Neuwahl ging am Samstagabend im Gasthaus "Zum Förster" über die Bühne, nachdem sich bei der Jahreshauptversammlung Ende April der Vorsitzende Gerhard Beimler und auch sein Stellvertreter Wolfgang Spickenreuther nicht mehr zur Wahl gestellt hatten und sich niemand bereit erklärt hatte, die Posten zu übernehmen.

Mehrheit der Stimmen

Die Hoffnung von Pfarrer Gerhard Schmidt, die er in Roggenstein bei den Neuwahlen geäußert hatte, schien an diesem Abend in Erfüllung zu gehen. Nach Wochen intensiver Gespräche erklärte sich der 62-jährige Robert Krichenbauer bereit, den Vorsitz zu übernehmen. Der Unternehmer wohnt seit rund sechs Jahren in Kaimling. Von den 26 anwesenden Wahlberechtigten erhielt der Quereinsteiger 25 Stimmen, es gab eine Enthaltung. Thomas Woppmann ist neuer Stellvertreter.

Zur Wiederwahl stellten sich Kassier Matthias Beimler und Schriftführer Adolf Wölfl, die mit absoluter Mehrheit gewählt wurden. Als Beisitzer schlugen die Mitglieder sechs Kandidaten vor. Johannes Faltenbacher erhielt 15 und Franz Reil 11 Stimmen. Sie unterstützen das neue Führungsteam bei den anstehenden Entscheidungen. Der ehemalige Kommandant und Ortssprecher Heimo Bauer schaffte es nicht in das Gremium. Josef Schönberger und Hubert Wenzl bestimmte die Versammlungsrunde zu Kassenprüfern.

"Es ist geschafft - es ist vollbracht." Mit diesen Worten fiel Bürgermeister Andreas Wutzlhofer offenbar eine gewaltige Last ab. Er dankte dem neuen Vorsitzenden für seine Bereitschaft, das Ehrenamt zu übernehmen. Krichenbauer verfüge über die Qualitäten, einen Verein in dieser Größenordnung erfolgreich zu führen "Mit dem neuen Mann fließen auch neue Ideen ein", war sich der Rathauschef gewiss. Krichenbauer dankte für das entgegengebrachte Vertrauen. Er beabsichtige angesichts seines Alters in seiner dreijährigen Amtszeit eine personelle Konsolidierung im Verein zu schaffen, damit dieser langfristig auf sicheren Beinen stehe.

Geschichte wiederholt sich: In der Vergangenheit stand der Feuerwehrverein schon 1964 beinahe vor der Auflösung. "Damals ging es weiter und auch heute geht es wieder weiter", zeigte sich Krichenbauer kämpferisch. Der neue Vorsitzende zollte seinem Vorgänger Gerhard Beimler uneingeschränkte Anerkennung für die vergangenen 18 Jahre. "Ich bin glücklich, dass sich ein kompetenter Nachfolger gefunden hat", zeigte sich auch Beimler erleichtert.

Satzungsänderung

Nach fast zwei Jahrzehnten in Führungsposition seien neue Ideen gefragt. Die Versammlungsrunde nahm außerdem eine Satzungsänderung vor. Zukünftig soll es möglich sein, mehr als zwei Besitzer zu wählen. Die Satzungsänderung könnte sogar nach Rechtskraft im Bedarfsfall zu einer Nachwahl führen, erklärte Wutzlhofer.
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