Es kommt nicht auf die Größe an
Im Blickpunkt

Mit Stabfiguren setzten die Kinder die von Erzieherin Birgit Gradl vorgetragene Geschichte szenisch um. Bild: rn
Eschenbach. (rn) Kein Schnee zu Weihnachten: Für die Kleinen der Kindertagesstätte entfiel daher die beliebte Waldweihnacht. Ersatz dafür war ein Adventsgottesdienst in der Kreuzkirche. Die Kinder spielten die Geschichte vom allerkleinsten Tannenbaum.

Der Gottesdienst im Wald hätte so schön sein können. Vorgesehen dazu war ein Platz, den die Kinder bei ihren unzähligen Spaziergängen liebgewonnen haben: neben dem kleinen Weiher am Holzweg. Wegen ungünstiger Witterung stimmten sie sich in der Kreuzkirche mit dem Lied "Ja, dann ist Advent" auf Weihnachten ein. Nach der Begrüßung durch "Hausherrin" Pfarrerin Anne Utz spielten sie die Erzählung "Der allerkleinste Tannenbaum" von Masahiro Kasuya nach. Mit dem Bilderbuch dazu hatten sich die Vorschüler bereits gründlich in ihrem Gruppenzimmer damit befasst. Erzieherin Birgit Gradl las das Geschehen abschnittweise vor. Die Kinder begleiteten sie bühnengerecht mit Stabfiguren.

In der Erzählung geht es um einen Tannenbaum, der mit den Tieren des Waldes nicht zum Weihnachtsfest in die Stadt kommen kann. Weil er zu klein ist, kann er keinem von ihnen folgen und muss immer wieder bitter weinen. Doch als es in der Nacht zum Heiligen Abend zu schneien beginnt und auch der kleine Tannenbaum ganz mit Schnee bedeckt ist, wird er zum schönsten Tannenbaum, den man sich denken kann.

Der Esel und ein Vogel beginnen mit ihrem schönsten Weihnachtslied, und alle Tiere versammeln sich um den kleinen Tannenbaum. Es kommt der Heilige Abend, Maria und Josef wachen neben dem Jesuskind, und auch die Tiere kommen. Draußen auf dem Feld hört der kleine Tannenbaum eine Stimme neben sich flüstern: "Du bist gar nicht zu klein für Weihnachten, lieber Tannenbaum, denn ich bin ebenso klein wie du." Es ist das Jesuskind, das zu ihm spricht. Da ist der kleine Tannenbaum sehr glücklich.

Pfarrerin Utz griff den Inhalt der Erzählung auf und leitete über zum Weihnachtsgeschehen in Bethlehem, wo die Freude über die Geburt Jesu groß war. "Es ist niemand zu klein, um Weihnachten zu feiern", lautete ihre Botschaft an die Kinder.

Pfarrer Thomas Jeschner blieb in der Welt der Kleinen: "Als kleines Kind ist Jesus in die Welt gekommen und hat uns Licht gebracht." Die Fürbitten galten allen, die im Dunkeln leben, die traurig und einsam sind, die keine Freunde haben und die Krieg und Katastrophen erleben. Eingestreut in das kirchliche Geschehen waren die Lieder "Du schöner Tannenbaum" und "Ihr Kinderlein kommet". Die Geistlichen und Elvira Brand, Leiterin der Tagesstätte, dankten den Eltern, dass sie sich Zeit genommen hatten, um mit den Kindern zu feiern.
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