Es rumort bei den Kriegern

Für langjährige Treue zur Soldaten- und Kriegerkameradschaft Auerbach wurden geehrt: Heinrich Raß (Mitte) und Günther Cermak (rechts). Mit im Bild Vorsitzender Hermann Trenz (links), stellvertretender Kreisvorsitzender Uwe Fischer und 2. Bürgermeister Herbert Lehner. Bild: cs

Den Verein wieder mehr in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken, mit diesem Anstoß sollen die Weichen für die Soldaten- und Kriegerkameradschaft auf Zukunft gestellt werden. Mit Werben unter den Bundeswehrsoldaten und Reservisten will man eine Verjüngung erreichen, denn 45 der momentan 57 Mitglieder sind über 80 Jahre.

Bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Deml wurde angeregt über die derzeitige Situation im Verein diskutiert. Günther Cermak vermisste nach dem Bericht des Vorsitzenden Hermann Trenz die Vorstandssitzungen. "Wenn keine mehr stattfinden, dann ist auch kein erweiterter Vorstand mehr notwendig."

Informationen fehlen

Cermak zufolge fehlen auch Informationen nach innen, "kein Mitglied weiß, was der Verein tut." So habe kaum jemand vom Wechsel des Vereinslokals gewusst. "Wohin mit der Fahne?", dies sei ebenfalls ein Thema für eine Vorstandssitzung. Eine solche in kürzester Zeit einzuberufen, brachte Cermak an anderer Stelle als Antrag ein. Auch hätten die Mitglieder gar nicht gewusst, inwieweit der Verein mit in die Organisation der Landesversammlung unter Federführung des Kreisverbandes in Auerbach involviert war. Mit drei Mann beteiligte sich der Verein an den Aufbauarbeiten für dieses Großereignis mit 450 gemeldeten Teilnehmern.

Tatsächlich galt es dann 720 zu bewirten. Auch Josef Sichelstiel hielt es für angebracht, die Arbeit des Vereins wieder mehr nach außen zu tragen und dadurch wieder mehr Interesse in der Bevölkerung zu finden - vielleicht auch einen oder anderen Mitbürger für einen Beitritt zu gewinnen. Trotz allgemeiner Vereinsmüdigkeit müsse man etwas tun, war seine Forderung, auch mit Blick auf die Veranstaltungen früherer Jahre.

Verbindung aufbauen

Die eine oder andere Anregung könnte sich auch in regelmäßigen Vorstandssitzungen ergeben. "Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern einfach um den Versuch, das Vereinsgeschehen wieder zu aktivieren, auch im gesellschaftlichen Bereich." Vielleicht gelinge es dann auch wieder, mehr Verbindung zu den Mitgliedern aufzubauen und Arbeit und Verantwortung auf mehr Schultern zu verteilen. Im Gegenzug beklagte Trenz das Desinteresse der Mitglieder, so auch an der Hauptversammlung trotz Einladung. Trotz Zusagen glänzten viele mit Abwesenheit. Deutlich machte Trenz auch, dass sich immer nur die wenigen Gleichen einbringen. Unterstützung fand er durch Heinrich Raß und Fritz Plank. Ihm zufolge wurde auch der traditionelle Preisschafkopf eingestellt, "denn niemand will mehr Preise sammeln."
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