Eschenbachs schönste Saitn

Die Stodtbergsaitn bei einem Konzert in der Aula des Gymnasiums. Am Samstag ist es wieder so weit Bilder: do

Mit Leidenschaft ein Instrument spielen, eine Melodie singen, in die Welt der Töne und Rhythmen eintauchen, das macht glücklich. Der Wunsch nach musikalischem Erleben ließ vor 30 Jahren die Stodtbergsaitn entstehen. Das Geburtstagsständchen spielt sich die Gruppe selbst.

Nach der Eröffnung seiner Arztpraxis wandte sich Dr. Georg Bayerl in der Freizeit der Welt der Töne und Laute zu. Musik ist für den Arzt Medizin für die Seele. Sich freizuspielen von Sorgen und Nöten und Harmonie in den Alltag zu tragen, war für den Doktor die Triebfeder, nach Gleichgesinnten Ausschau zu halten. Begabte Musikanten waren zur Gründung eines kleinen Orchesters bald gefunden und die überwiegend mit Streichern besetzte Kapelle gab sich den Namen "Stodtbergsaitn".

Von Anfang an dabei verzauberten Heiner Kohl, Georg Junkawitsch, Annett Legeler, Manfred Schweitzer, Walter Trötsch, Günther Schorr, Franz Geigenberger und Initiator Georg Bayerl schon bei den ersten Auftritten das Publikum. Schon nach kurzer Zeit stießen Hubert Haberberger, Renate Keck und Norbert Habermeier dazu. Nach dem Ausscheiden von Manfred Schweitzer übernahm Klemens Dötsch den Kontrabass. Sigrun Kiener und Christian Gnahn verstärkten "die Geigen". Viele Jahre unterstützte auch Saxofonist Erwin Krieger die ungewöhnliche und doch erfolgreiche Musikgruppierung.

Aufhorchen ließen die stimmungsvollen Volkstanzabende. Volksmusik aus dem Frankenland, der Oberpfalz und dem Egerland bereicherte Feste und Veranstaltungen. Die begeisternden Reaktionen ermutigten das Ensemble, ihr Repertoire auszuweiten. Die Virtuosität und Vielseitigkeit der Stodtbergsaitn fesselte bald ein bayern- und deutschlandweites Publikum. Unvergessen bleiben umjubelte Auftritte im Münchener Hofbräuhaus beim Tag der Oberpfälzer oder das Mitwirken bei der Fernsehsendung "Jetzt red i" und bei der Sendung "Grüße aus Eschenbach".

Nicht minder spektakulär waren Gastspiele beim "Singenden und klingenden Landkreis", beim OTV-Regionalfernsehen, im Kulturstadl Schafferhof oder bei den Sommerserenaden in Amberg und Weiden. Im Laufe der Zeit etablierten sich die professionellen Hobbymusiker in der Musikszene des Oberpfälzer und fränkischen Kulturkreises. Salonmusik, Wiener Schrammlmusik und Evergreens aus den 50iger bis zu den 70iger Jahren, ob Tango oder Landler, Zwiefacher oder Schlager, die Urwüchsigkeit der Gruppierung beherrscht ein vielschichtiges Genre. Der einzigartige Sound mit Geigen, Akkordeons, Kontrabass, Saxofon und Gitarre fasziniert die Musikliebhaber.

Zum 30-jährigen Bestehen des Ensembles wird groß gefeiert. Die Stodtbergsaitn lädt am Samstag, 25. April 2015 zu einem Festabend in die Aula des Gymnasiums ein. Mit einem "Tanz in den Mai", so das Motto, unterhalten die Instrumentalisten, die auch als Sänger glänzen, ihre große Anhängerschar nach einem kurzen, originellen und musikalischen Rückblick auf die Entwicklung des Ensembles mit einem prall gefüllten Schatzkästlein schmissiger Melodien.

Es darf, ja es soll eifrig getanzt werden. Zu den musikalischen Gästen gehört die Liedertafel. Einige Mitglieder des Männerchores werden auch die Bewirtung übernehmen. Eine gute Verkostung und eine reiche Getränkeauswahl werden gewährleistet. Der Eintritt ist frei. Spenden sind erwünscht. Den Erlös aus dem Jubiläumsabend spendet die Stodtbergsaitn gemeinnützigen Organisationen.
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