Etsdorfer Jagdgenossen vermissen Alternativen für den früheren Schuttplatz
Wohin mit dem Räumgut?

Der Vorstand der Jagdgenossenschaft (hinten) mit Jagdvorsteher Josef Koch (links) begrüßte es, die beide Jagdbögen an die Waidmänner Reinhard Bamler-Neidl aus Etsdorf und Albert Hausmann/Johannes Scharl aus Högling (Dritter, Vierter und Fünfter von links) an den Mann gebracht zu haben. 2. Bürgermeister Franz Weiß (Zweiter von links) gratulierte. Bild: sche
(sche) Die Jagdbögen Etsdorf Süd und Etsdorf Nord haben ab 1. April 2015 neue Pächter. Bis aber die Neuvergabe besiegelt war, benötigten die 48 anwesenden, stimmberechtigten Jagdgenossen einige Stunden an Aufklärung und Diskussion.

Dem Tätigkeitsbericht des Jagdvorstehers Josef Koch war zu entnehmen, dass sich die Erhaltung der Wege nur auf die Ausbesserung der Schlaglöcher beschränkte. Putz- und Räumarbeiten an Gräben und Bächen wurden wegen der nicht vorhandenen Entsorgungsmöglichkeit des dabei anfallenden Materials nicht vorgenommen. Die Gemeinde Freudenberg bot laut Koch bisher keine Alternativen für den früheren Schuttplatz an. "Sollten sich keine Ablagerungsmöglichkeiten finden, werden die Putz- und Räumaufgaben an die Gemeinde abgegeben", sagte er. Größere Kosten entstanden durch die Reparatur des genossenschaftseigenen Mulchgerätes. Der Jagdvorsteher bat die Mitglieder, Besitz- und Flächenveränderungen unverzüglich mitzuteilen, um das Jagdkataster auf dem aktuellen Stand zu halten.

Um den Jagdbogen Süd bewarben sich in Gemeinschaft Albert Hausmann und Johannes Scharl sowie Dr. Jochen Zaremba; für den Jagdbogen Nord tat dies Reinhard Bamler-Neidl. Sie alle stellten ihre Preisvorstellungen vor. Den Genossen war es wichtig, finanzielle Forderungen bei Wildschäden, Sonderkündigungsrechte und die Kostenbeteiligung am jährlichen Rehessen vertraglich abzusichern. Für den Bereich Süd mit einer Fläche von 550 Hektar erhielten im zweiten Wahlgang Albert Hausmann und Johannes Scharl (beide aus Högling) die erforderliche Stimmen- und Flächenmehrheit. Auf Anhieb bekam Reinhard Bamler-Neidl aus Etsdorf als einziger Bewerber den Jagdbogen Nord (449 Hektar) zugesprochen.

2. Bürgermeister Franz Weiß nannte die Jagdgenossenschaft Etsdorf eine wichtige Institution für die Gemeinde. Die bemängelte Abfallsituation werde im Gemeinderat behandelt. Gegen dem Vorschlag des Jagdvorstehers, auch heuer den Jagdpachtschilling für den Wegebau und Bachräumungsarbeiten zu verwenden, gab es keine Einwendungen.
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