Ettmannsdorf unter Druck

Philipp Rettig (rechts) und der SC Ettmannsdorf will so schnell wie möglich aus dem Tabellenkeller der Landesliga Mitte. Neuling Sturm Hauzenberg reist am Samstag an, eine heikle Aufgabe für den Sportclub. Bild: Eger

Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen nicht sein, wenn Tabellenführer SV Etzenricht (1./20 Punkte) Schlusslicht FC Tegernheim (18./4) empfängt. Ob sie sich auf dem Platz bemerkbar machen, wird sich zeigen. Der SV Mitterteich (15./9) steht beim TSV Kareth (12./11) enorm unter Druck.

Weiden. (kap) In der vergangenen Saison spielte der FC Tegernheim lange um den Bayernliga-Aufstieg mit. Heuer kommt die Mannschaft überhaupt nicht auf die Beine. Auch Jürgen Press, der den überraschend zurückgetretenen Florian Schrepel auf der Trainerbank ablöste, ist es noch nicht gelungen, die Talfahrt zu stoppen. Bisher gelang dem FC erst ein Sieg. Kaum zu glauben, dass es in der Partie beim Spitzenreiter der Landesliga Mitte eine Überraschung gibt. Dieser ist aber gut beraten, den Gegner nicht an seiner momentanen Verfassung zu messen. SVE-Trainer Michael Rösch weiß nur zu gut, dass angeschlagene Teams immer gefährlich sind. In der vergangenen Saison setzte es eine 1:3-Heimniederlage, aber da waren die Gäste noch ganz anders drauf.

Koller wirft bei Kareth hin

Große Sorgen plagen den SV Mitterteich (15./9). Vier Punkte rechneten sich die Stiftländer in den beiden Heimspielen gegen Fortuna Regensburg und den ATSV Kelheim aus. Sie wollten zum Befreiungsschlag ausholen, doch der Schuss ging nach hinten los. Durch zwei Niederlagen rutschte die Truppe von Trainer Reinhold Schlecht auf einen Relegationsplatz ab. "Wir spielen gnadenlos gegen den Abstieg", prophezeite der Coach nach dem 0:2 gegen Kelheim. Mit Gastgeber TSV Kareth (12./11) wartet am Freitag der nächste Aufsteiger. Sollte auch diese Partie verloren gehen, wird es eng für die Stiftländer. Bei den Karethern, die zuletzt zwei Mal in Folge verloren, trat am Mittwochabend Trainer Franz Koller zurück. Er bemängelte unter anderem die unprofessionelle Einstellung einiger seiner Spieler. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

Durch die 1:4-Niederlage bei Fortuna Regensburg (7./14) verpasste die DJK Ammerthal (4./17) den Sprung an die Tabellenspitze. Jetzt gilt es, den Anschluss nicht zu verlieren. Deshalb ist ein Dreier gegen den auswärts erst ein Mal siegreichen TV Schierling (11./11) Pflicht. Kaum zu glauben, dass die Gäste stark genug sind, dem Bayernliga-Absteiger die erste Heimniederlage zu verpassen. Das erste Aufsteigerduell gegen die SpVgg Osterhofen (13./10) ging auf eigenem Gelände mit 1:2 verloren.

Beim ATSV Kelheim (17./6) versucht die DJK Gebenbach (8./14), ihre Auswärtsbilanz von je einem Sieg, Remis und Niederlage aufzubessern. Aber Vorsicht: Der ATSV ist nach zwei Siegen in Folge im Aufwind. Eine leichte Besserung war beim SC Ettmannsdorf (14./9) zu erkennen. Immerhin holte der Sportclub in Tegernheim einen Zähler. Ein weiterer reicht kaum aus, um die Relegationsplätze zu verlassen.

Gegen Neuling FC Sturm Hauzenberg (5./15) muss unbedingt ein Sieg her. Doch das wird schwer genug: Die Niederbayern können es auch auf des Gegners Platz, was zwei Siege und ein Unentschieden aus vier Begegnungen deutlich unterstreichen.
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