Etwa 60 Reiter auf dem Weg nach Maria Brünnl
Kaplan sitzt elegant im Sattel

Das Schneetreiben am Montagvormittag ließ sie kalt: 60 Reiter und über 200 Gottesdienstbesucher trotzten den Wetterkapriolen. Bild: Baehnisch

Unsere Traditionen haben oft etwas Bodenständiges, Erdverbundenes - eine speziell Nabburger gar etwas "Pferd-Verbundenes": Der Osterritt nach Maria Brünnl.

Nabburg. (aub) Auch heuer lockte er wieder knapp 60 Reiter und über 200 den Wetterkapriolen trotzende Gottesdienstbesucher an. Bereits zum 25. Mal liegt die Organisation der ursprünglich Anfang der 1950er Jahre von der Landjugend initiierte Veranstaltung nun schon in Händen des Reit- und Fahrvereins Nabburg. Ihr gewohnt perfekt organisierter Ablauf ist - passend zu Ostern - zwei "alten Hasen" zu verdanken: dem Engagement des langjährigen Vereinsvorsitzenden und Pferdeliebhabers Josef Brunner sowie seinem polnischen Kaltblüter "Moritz".

Während ersterer vor allem die Verantwortung für seine Mitstreiter, pardon, Mit-"Reiter" sowie das Wohl der Zuschauer trägt, ist dem sanftmütigen, 31-jährigen Moritz üblicherweise die sichere An- und Abreise der Geistlichkeit übertragen. Angesichts dieser Erfahrung ließ nicht nur diese beiden das in diesem Jahr kurzfristig einsetzende leichte Schneetreiben im wahrsten Wortsinn "völlig kalt".

Profi im Sattel

Mit Christian Plank saß heuer ein "Profi" im Sattel, hatte er doch bereits vor seinem Amtsantritt in Nabburg beim Pfingstritt in Bad Kötzting 2013 und 2014 praktische Erfahrungen sammeln können. Aber "ein paar Kniffe kann man immer noch dazu lernen". Schließlich sei ja, fuhr der Kaplan Bezug nehmend auf den Emmausgang der Jünger fort, "Ostern das Fest, das einen in Bewegung bringt." Dies komme im Nabburger Osterritt durch Wald und Flur zum idyllisch gelegenen Brünnl-Kirchlein besonders gut zum Ausdruck, im vertrauens- und liebevollen Miteinander von Mensch und Tier.

Pferde gesegnet

Dazu erbat er zum Ende des Freiluft-Gottesdienstes, gestaltet von der Jugendblaskapelle, die auch schon den Zug begleitet hatte, den göttlichen Segen für Ross und Reiter, bevor er sich mit den Worten "Dies war für mich, in meiner noch jungen Kaplanskarriere einer der bisher schönsten und beeindruckendsten Gottesdienste" unter Beifall zum Heimritt wieder elegant in den Sattel schwang.
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