Etzelwang beim Breitband vorn

Landtagsabgeordneter und CSU-Kreisvorsitzender Harald Schwartz (rechts) gratuliert Dieter Beck (Mitte) und dem Ortsverbandsvorsitzenden Klaus Strobel zu ihrer langjährigen Parteizugehörigkeit. Bild: sre

Bürgermeister Roman Berr mit 95 Prozent bestätigt, zwei Sitze im Gemeinderat dazugewonnen: Die Kommunalwahl bescherte der Etzelwanger CSU viele Erfolgserlebnisse. Ein Jahr danach zog sie eine erste Arbeitsbilanz.

Im Mittelpunkt der Hauptversammlung des CSU-Ortsverbandes Etzelwang standen die Neuwahlen des Vorstands und der Delegierten zur Kreisvertreterversammlung. Als Gast beleuchtete Landtagsabgeordneter Harald Schwartz Themen aus Bundes- und Landespolitik.

Kreistagssitz verpasst

Das Abschneiden bei der Kommunalwahl im März vor einem Jahr bewertete Ortsvorsitzender Klaus Strobel als "äußerst erfreulich". Im Gemeinderat gewannen CSU und FB zwei Sitze hinzu. Bürgermeister Roman Berr erreichte ohne Gegenkandidat 95 Prozent der Stimmen. Den Einzug in den Kreistag verpasste er. Strobel machte dafür den ungünstigen Listenplatz verantwortlich.

Schatzmeister Gerhard Pirner legte eine ausgeglichene Finanzsituation vor. Erhöhte Ausgaben seien auf Wahlkampfkosten zurückzuführen. Der Prüfer Thomas Höfler bescheinigte eine ordentliche Kassenführung, so dass die Entlastung des Vorstands eine Formsache war.

Fraktionsvorsitzender Willfried Schmidt erläuterte die Ansätze, dem demografischen Wandel entgegenzuwirken. Er nannte die Ausweisung neuer Baugebiete, den Erhalt von Kindergarten und Schulen, die Errichtung einer Kindertagesstätte sowie die günstige Verkehrsanbindung.

Bescheid vom Minister

Gemeinderatsmitglied Gerhard Pirner lobte Bürgermeister Roman Berr für sein engagiertes Eintreten bei der Breitbandförderung. Etzelwang gehörte zu den ersten Gemeinden, die eine Bewilligung erhielten - und das direkt aus den Händen von Finanzminister Dr. Markus Söder.

Eines von bayernweit 100 geförderten Energiekonzepten verschaffte der Gemeinde einen Überblick über die Möglichkeiten. Sie lägen weniger in der Nutzung erneuerbarer Quellen und mehr in der Energieeinsparung. Hier sei schon viel geschehen, zum Beispiel im Freibad mit einer Plane und einem Frequenzumrichters.

Etzelwanger Modell klappt

2. Bürgermeisterin Lydia Zahner will Schwerpunkte in der baulichen Entwicklung der Gemeinde setzen. Das betreffe die Erschließung neuer Baugebiete, aber auch eine Lösung für das sogenannte Schusterhaus oder die Sanierung des Gemeindestadels. Zahner pries das "Etzelwanger Modell" als ideale Lösung für den Erhalt von Feldwegen: Dorfgemeinschaften und Jagdgenossenschaften schließen sich bei Eigenleistungen zusammen und werden bei den Kosten durch die Gemeinde unterstützt.

Appell in Sachen Freibad

Gemeinderat Ernst Scharr machte Ausführungen zur Dorfentwicklung in den Gemeindeteilen Etzelwang, Kirchenreinbach und Lehental. Als Vorsitzender des Fördervereins zum Erhalt des Freibads Etzelwang gab er dem Landtagsabgeordneten Harald Schwartz die Bitte mit, der Freistaat möge nicht nur Neubauten fördern, sondern auch bestehenden Bädern bei Sanierungsbedarf finanziell unter die Arme greifen.

Beim Fraktionsvorsitzenden Willfried Schmidt weckte die Jubilarehrung Erinnerungen an den Beginn der Ortsverbandstätigkeit im Jahr 1978 mit Dieter Beck. Er hält der CSU seit 40 Jahren die Treue. Klaus Strobel gehört der Partei seit 25 Jahren an.
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