Etzenricht bleibt Spitzenreiter

Johannes Pötzl (links im gestreiften Trikot) brachte den SV Etzenricht mit 1:0 in Führung. Die Rösch-Elf gewann gegen Tegernheim am Ende sicher mit 3:0. Bild: war

Sie waren vorm Tabellenschlusslicht gewarnt, die Etzenrichter Kicker. Die Mannschaft von Trainer Michael Rösch hat sich aber mittlerweile weiterentwickelt, lässt sich von ein paar schwächeren Minuten nicht aus der Ruhe bringen und schlägt eiskalt zu.

Etzenricht. (war) Der SV Etzenricht behauptete am 10. Spieltag die Tabellenführung gegen das aktuelle Schlusslicht FC Tegernheim und nahm mit dem gleichen Resultat erfolgreich Revanche für die 0:3-Niederlage im Oktober 2014 an gleicher Stelle. "Wenn man hinten drin steht, dann läuft das so und wir müssen einfach weiter darauf warten, dass der Knoten platzt", bilanzierte FC-Trainer Jürgen Press am Ende. "Eine bittere Angelegenheit, denn wir hätten vor der Pause durchaus mit zwei oder drei Toren in Führung gehen können", fügte er bei der Pressekonferenz hinzu.

Über die Anzahl der Gelegenheiten lässt sich diskutieren, aber die Press-Elf gab die ersten 45 Minuten eine solide Vorstellung und wirkte schon von der Körpersprache her keineswegs wie ein Tabellenletzter. Die SVE-Deckung war gefordert und klärte in den ersten zehn Minuten mehrmals gegen die offensiv eingestellte FC-Truppe.

So musste der Führungstreffer wie eine kalte Dusche für die Gäste wirken. Klaus Herrmann spielte einen idealen Pass hoch und steil in den Laufweg von Johannes Pötzl und dieser vollstreckte in Torjägermanier abgeklärt ins lange Eck. Dass es einer gewissen Anpassungsphase bei der Heimelf bedurfte, lag sicher auch daran, dass Michael Rösch die Startelf umbauen musste. Mit Kapitän Stephan Herrmann (Urlaub) und Andreas Koppmann (Grippe) fehlten zwei "Gesetzte". Marco Lorenz spielte erstmals in der Saison auf der "Zehn", Tobias Scharl nahm die Sechserposition ein und krönte seine Leistung mit einem Treffer. Nach je einer Kopfballchance, Andreas Mahr (35.) für den FCT und Andreas Schimmer (37.) für den SVE ging es in die Pause.

"Etzenricht hat sich nach dem Wechsel besser auf uns eingestellt", sagte der Gästecoach. Clever gemacht, kann man das vorentscheidende 2:0 umschreiben. Schimmerer eroberte den Ball in der Tegernheimer Hälfte. Sein Zuspiel nutzte Martin Pasieka, umkurvte Christian Rothballer und schob den Ball über die Linie. Die optimale Chancenausbeute brach den Widerstand der Elf von der Donau und der dritte Treffer war Formsache. Scharl stieg nach einer Lorenz-Ecke am höchsten und köpfte in die Maschen.

Pasieka und Klaus Moucha in Kooperation (72.), Matthias Dietl mit einem Heber (81.) und Pötzl (85.) hätten das Resultat noch nach oben schrauben können. Michael Heisig im SVE-Tor verhinderte mit einer Glanztat (89.) den Ehrentreffer bei der einzigen Gelegenheit des FC im zweiten Durchgang.

"Wir haben diese Woche gut trainiert, wussten von der individuellen Stärke der Tegernheimer, haben sie nicht am Tabellenplatz gemessen und hatten in der ersten Hälfte auch das ein oder andere Problem", kommentierte Rösch. Für ihn war wie für Press die Vorstellung nach dem Seitenwechsel entscheidend. "Da haben wir es gut gemacht, waren ein paar Prozent präsenter auf dem Platz, unsere Fitness hat sich ausgezahlt".
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.