Etzenricht mit Punkt zufrieden

Nach dem 1:1 im Schierlinger Laber-Stadion und vier Siegen im Vorfeld bleibt der SV Etzenricht in der laufenden Saison auswärts ungeschlagen. Im direkten Duell war es das sechste Remis, nur einmal, in der Vorsaison, gab es einen Dreier für den SV. Das Tor am Mittwochabend erzielte Konstantin Graßl (rechts/Szene aus dem Spiel gegen Schierling im Mai). Bild: war

Wenn der TV Schierling und der SV Etzenricht aufeinandertreffen, dann fällt meist keine richtige Entscheidung. So auch am Mittwochabend.

Schierling. (war) In der wegen der Hochzeit von SVE-Trainer Michael Rösch in Abstimmung mit Gastgeber Schierling vorverlegten Landesligapartie gab es am Mittwoch im Laber-Stadion ein 1:1. Ein Resultat mit Konstanz, denn es war das sechste Unentschieden im siebten Duell beider Teams. "Wir wollen unsere exzellente Auswärtsbilanz weiter ausbauen, in der fünften Auswärtspartie den fünften Dreier einfahren", hatte Rösch sein Team eingestimmt. Aber auch in Schierling wuchs das Selbstvertrauen nach dem zuletzt hochverdient 2:0-Sieg beim SC Ettmannsdorf. "Wir wollen dieses Spiel auf jeden Fall gewinnen", sagte Schierlings Trainer Christian Brandl.

Entsprechend gingen beide Teams auch ans Werk, spielten schon vor der Pause guten Offensivfußball. Beide Mannschaften hatten ihre Stärken in der Vorwärtsbewegung, gelangten auch rasch zu Torchancen. Andreas Schimmerer (SVE, 2. Minute) traf das Außennetz, Brandl (TV, 10.) kreuzte erstmals vor Etzenrichts Schlussmann Michael Heisig auf, der Ball kullerte knapp am Tor vorbei. Die Führung der Rösch-Elf, die ohne Urlauber Martin Pasieka wieder mit Klaus Herrmann in die Partie ging, resultierte aus einer unglücklichen Abwehraktion der Platzherren. Ein langer Ball landete beim durchlaufenden Konstantin Graßl und dieser schob beinahe ungehindert ein. Acht Minuten hatte das 0:1 Bestand, dann lochte Spielertrainer Brandl aus etwa acht Metern zum 1:1 ein. Für den Schützen war es der achte Saisontreffer im neunten Ligaspiel. Bei den immer besser ins Spiel kommenden Schierlingern hatte auch der aus Etzenricht gekommene Neuzugang Andreas Pollakowski eine gute Gelegenheit. Sein Abschluss (34.) war nicht platziert genug, driftete um Zentimeter am Pfosten vorbei.

Wie nach dem Anpfiff startete Etzenricht auch einen Tick besser in die zweite Hälfte, hatte den höheren Spielanteil, was in einer Serie von Eckbällen zum Ausdruck kam. Der offene Schlagabtausch setzte sich fort, Schierling inszenierte gefährliche Konter. Zehn Minuten vor Spielende rettete zwei Mal Aluminium. Zunächst prallte der Ball vom Innenpfosten des Etzenrichter Tores ins Feld zurück, der Nachschuss ging vorbei. Im Gegenzug hämmerte SVE-Akteur Klaus Herrmann aus mehr als 20 Metern an das Lattenkreuz. "Am Ende hatten wir noch Glück, waren zu naiv und haben zwei oder drei Konter zugelassen", räumte Markus Hofbauer, der Sportliche Leiter des SV, ein. Vor allem war auf Torwart Heisig in den brisanten Situationen Verlass.

"Was wollen wir mehr, mit diesem Punkt können wir leben, sind auswärts nach wie vor ohne Niederlage", zog Trainer Rösch als Fazit: Er sah mehr Chancen für das eigene Team, die klareren aber für den TV. "Nachbessern müssen wir bei der Zielstrebigkeit, beim letzten Pass." Am Samstag wird aber erst einmal Hochzeit gefeiert, der Fußball rückt in den Hintergrund.
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