Etzenricht nimmt weitere Hürde

Mit einer völlig umgekrempelten Mannschaft, die Folge von fünf fehlenden Spielern, löste der SV Etzenricht die heikle Aufgabe in Hauzenberg. Wiederum steigerte sich die Rösch Elf nach der Pause und glänzte mit einer optimalen Chancenverwertung. In dieser Szene setzt sich Marco Lorenz gegen zwei Hauzenberger durch. Bild: war

Achter Sieg im elften Spiel und weiter Tabellenführer: Der SV Etzenricht sicherte sich auch beim FC Sturm Hauzenberg alle drei Punkte und bleibt die Mannschaft der Stunde in der Landesliga Mitte.

(war) Die Blau-Schwarzen stürmten auch das Staffelbergstadion mit einem 2:1-Erfolg, was aufgrund der ungünstigen Vorzeichen um so höher zu bewerten ist. "Ohne Fünf" mussten die Oberpfälzer die dreistündige Anreise an die österreichische Grenze antreten. Mit Konstantin Graßl (krank), Uli Herrmann (Schulterverletzung), Andreas Mark und Florian Hagn (beide Urlaub) fehlte die komplette Viererabwehrkette, hinzu kam Andreas Schimmerers Krankmeldung.

Improvisation war deshalb angesagt: Trainer Michael Rösch ließ mit einer Dreier-Abwehrformation anfangen, Andreas Koppmann und Stephan Herrmann spielten auf den Außenseiten und Tobias Scharl, der eine überragende Partie ablieferte, als Abwehrchef in der Zentrale. Mit inzwischen fünf Siegen und einem Unentschieden wartet der SVE mit einer überragenden Auswärtsbilanz auf.

Zunächst war, und das galt für den gesamten ersten Spielabschnitt, Torsicherung angesagt. Der FC Sturm wurde in Halbzeit eins seinem Namen gerecht und übernahm die Initiative. Immer wieder angetrieben von Spielertrainer Alexander Geiger, bekannt aus seiner Zeit bei der SpVgg Weiden, suchte die Heimelf die Offensive. "Wir haben Etzenricht im Griff gehabt, großen Aufwand betrieben und daher das 1:0 oder 2:0 vorlegen können", sagte Geiger nach dem Schlusspfiff. "Heute haben wir gemerkt, dass wir eine Liga höher spielen, sind dann aus dem Nichts heraus brutal in Konter gelaufen."

So wurde Michael Heisig im Etzenrichter Tor schnell warm geschossen, stand mehrfach im Brennpunkt und vereitelte mit Paraden einen frühen Rückstand. Dazu kam das notwendige Quäntchen Glück. Ein aus halbrechter Position von FC-Spielführer Jürgen Knödlseder aus der zweiten Reihe abgefeuerter Spannschuss (20.) prallte vom Innenpfosten ins Feld zurück. "Hauzenberg hatte mehr vom Spiel. Unser Torwart hat richtig gut gehalten. Wir sind aber nach der Pause besser raus gekommen. Über 90 Minuten gesehen finde ich das Ergebnis vielleicht auch gerecht", fasste Rösch zusammen. Der Etzenrichter Trainer war in der Pause etwas lauter in der Kabine. "Ich habe versucht, die Elf wachzurütteln", sagte Rösch.

Und der erste gute Angriff nach dem Wechsel passte. Martin Pasieka hebelte mit einem energischen Spurt plus Dribbling über die rechte Seite die FC-Deckung aus, legte in die Mitte auf die Elfmetermarkierung ab und Klaus Mouche vollendete souverän. Die Staffelberg-Kicker antworteten mit wütenden Angriffen. "Eine Tausendprozentige habe ich selbst ausgelassen, ich hätte direkt schießen sollen", bedauerte Geiger die Situation, als Heisig den Winkel verkürzte (60.). Kurze Zeit später rettete die SV-Deckung im Kollektiv (62.). Beim 0:2 bewies Torschütze Matthias Dietl Torjägerinstinkt. Er knöpfte Kapitän Knödlseder den Ball ab und netzte ein (75.).

Der Tabellenführer spulte das restliche Programm sicher ab, ließ den Ball über viele Stationen laufen. Nach Gelb-Rot für Johannes Schäffner nach Foul an Marco Lorenz hatte man auch zahlenmäßig ein Übergewicht. Für den stark aufspielende Koppmann (82.) oder auch Joker Marco Brünsch (89.) und Johannes Pötzl (90.+3) wäre der dritte Treffer möglich gewesen. Der Anschlusstreffer durch den auf Hauzenberger Seite eingewechselten Daniel Ranzinger in der Nachspielzeit fiel zu spät und zudem aus einer stark abseitsverdächtigen Position.
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