Etzenricht verdient sich Remis

Mit erhöhter Schlagzahl nach dem Seitenwechsel verdiente sich der SV Etzenricht (links Stephan Herrmann) den Ausgleich gegen den TV Schierling redlich. Bei etwas mehr Glück beim Abschluss hätte am Ende auch ein "Dreier" heraus springen können. Bild: war

Der SV Etzenricht hat im letzten Heimspiel der Saison einen Sieg verpasst. Beim 1:1 gegen den TV Schierling agierten die Blau-Schwarzen vor der Pause einmal mehr zu passiv.

Etzenricht. (war) Die finale Heimpartie gegen den punktgleichen TV Schierling war so etwas wie ein Spiegelbild der nächstes Wochenende zu Ende gehenden Landesligasaison. Einer eher verhalten geführten ersten Hälfte, die weitgehend von den Gästen dominiert wurde, ließ der SV Etzenricht einen zweiten Durchgang mit einer deutlichen Leistungssteigerung folgen. Der Ausgleich war zu diesem Zeitpunkt hoch verdient, bei einer besseren Chancenverwertung hätte am Ende auch ein Heimsieg herausspringen können.

Die nachlässige Chancenverwertung vor dem Wechsel monierte dagegen Stefan Holz, der zusammen mit dem auf dem Platz als Dreh- und Angelpunkt agierenden Christian Brandl, das Trainerteam des TV Schierling bildet. "Die Pässe kamen nicht genau genug an. Man merkt eben, dass die letzten vier oder fünf Spiele die Luft raus ist", bilanzierte Holz.

SVE-Trainer Michael Rösch musste erneut seine Mannschaft umstellen. Tobias Plössner zog sich am Samstag beim Aufwärmen eine Kopfverletzung zu und musste vom Spielberichtsbogen gestrichen werden. Für ihn rückte Patrick Beßenreuther in die Startformation auf, Tobias Wurmitzer kam als zweite Anleihe aus der Reserve für Michael Schmid ins Spiel. "Die Umstellungen und das dumme Gegentor hat meine Mannschaft nach der Pause weggesteckt. In den letzten 25 Minuten haben wir Chancen für zwei oder drei Spiele herausgearbeitet und unserem Publikum ein solides Spiel gezeigt", zeigte sich Rösch aufgrund der Leistung nach dem Wechsel versöhnlich.

35 Minuten lang fehlten dem Spiel die Torraumszenen, bei leichten Feldvorteilen für den TV lag der Schwerpunkt im Mittelfeld. Der Kopfball von Etzenrichts Andreas Mark an die Lattenunterkante war so etwas wie der Weckruf für die Angriffsreihen. Beim 0:1 leistete sich der sonst tadellose Michael Heisig im SVE-Tor eine Unachtsamkeit, unnötiger Weise wehrte er einen Ball zu kurz ab. Der Erstversuch landete an der Latte, Christian Rieger verwandelte den Abpraller aber mühelos zur Führung. Durch einen rasant ausgeführten, aber nicht sauber abgeschlossenen Konter (42.) hätte Schierling durchaus auf 2:0 stellen können. Aber auch TV-Torwart Michael Wehdanner zeichnete sich aus, beispielweise bei einem Schuss von Martin Pasieka (41.).

Während dem SV in den zweiten 45 Minuten nur einmal Gefahr drohte, Heisig bügelte mit einer gelungenen Fußabwehr seinen Fehler im Duell mit dem auf ihn alleine zustürmenden Brandl wieder aus, spielte die Rösch-Truppe reihenweise hervorragende Chancen speziell über die zunehmend schwächelnde rechte TV-Abwehrseite heraus. Über die linke Angriffsseite bereitete Pollakowski den überfälligen Ausgleich mit einer perfekten Flanke vor. Innen stieg Pasieka am höchsten und wuchtete den Ball mit der Stirn unerreichbar für Wehdanner in die Maschen. Das 2:1 lag danach mehrfach in der Luft lag, wollte aber nicht mehr fallen.
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