Eugen Schneider feiert in Michelfeld 90. Geburtstag
Begegnung beim Brot

Eugen Schneider engagierte sich in der Kommunalpolitik und war bis zur Schließung des Werks Betriebsratsvorsitzender in der ehemaligen Bulag, wo er das Schneiderhandwerk erlernt hatte. Dazu betätigte er sich in verschiedenen Vereinen. Jetzt feierte er im Kreise seiner Lieben den 90. Geburtstag.

Zur Welt kam Eugen Schneider am 9. Dezember 1925 in Mannheim bei Odessa. Nach der Vertreibung seiner Familie nach Polen wurde er 1944 als Schwarzmeer-Deutscher zur Wehrmacht eingezogen. Er erlitt eine Verwundung und kam im März 1945 ins Reservelazarett nach Michelfeld. Hier lernte er seine Frau Anni kennen, als kurz nach dem Einmarsch der Amerikaner ein US-Soldat zwei Brote verlor. Eugen hob sie auf und gab seiner zukünftigen Gattin davon ab. 62 Jahre des Zusammenlebens folgten, die mit dem Tod der Ehefrau 2009 endeten. Die Kinder Ludmilla, Roni und Jürgen sorgten für fünf Enkel; mittlerweile gibt es drei Urenkel.

Eugen Schneider war Gemeinde- und später Stadtrat. Auch als Kreisrat setzte er sich für kommunale Belange ein. In Michelfeld war er SPD-Vorsitzender und Jugendbetreuer beim ASV. Für den Verein nähte er zu Festzügen die Fahnen, Hosen und Schärpen. Schneider führte die Ortsverbände der Siedler und des VdK. Beim Fremdenverkehrsverband war er in der Vorstandschaft vertreten.

1960 baute die Familie in der Heidelleite ein Eigenheim. Dort lebt Eugen Schneider bis heute mit der Hilfe eines polnischen Betreuers.
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