Experte referiert am Gymnasium über Gefahren, die im Internet lauern
Kriminellen keine Chance geben

Polizeihauptkommissar Alexander Landgraf von der Polizeiinspektion Oberviechtach informierte am Gymnasium über Internet-Kriminalität. Bild: hfz
Nabburg. "WhatsApp", "Instagramm" oder "Facebook" - Schüler besitzen immer früher einen eigenen Internetzugang. Ein Leben ohne soziale Netzwerke wäre für viele Jugendliche nicht mehr denkbar. Den wenigsten ist bewusst, mit welchen Gefahren sie im Internet konfrontiert werden und wie schnell man Opfer einer Straftat werden kann. Aus diesem Grunde stand für die Schüler der siebten Klassen des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums eine Info-Veranstaltung auf dem Stundenplan.

Gespannt verfolgten die Schüler die Videos und lauschten den zahlreichen realen Fällen, die ihnen Polizeihauptkommissar Alexander Landgraf von der Polizeiinspektion Oberviechtach aus der eigenen Berufserfahrung schilderte. Vor allem ein Film zum aktuellen Trend des "Sexting" rüttelte die Jugendlichen auf. In diesem Video macht ein Mädchen ein Nacktbild von sich, um das sie von ihrem "Freund" gebeten wurde. Dieses digitale Foto wird aber binnen weniger Minuten innerhalb der Klasse und in der gesamten Schule verbreitet. Diese Fälle sind laut Polizeihauptkommissar Landgraf leider keine Seltenheit. Landgraf wies darauf hin, dass seit kurzem derartige Fotos von Minderjährigen unter den Bereich der Kinderpornographie fallen. Eindringlich warnte der Referent davor, persönliche Fotos und Videos im Internet frei zu veröffentlichen. Die Rechte würden an den jeweiligen Anbieter der Anwendung übergeben, und es sei fast unmöglich, diese Bilder und Videos wieder aus dem Internet zu entfernen. Sollten Fotos eine "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches" darstellen, weil sie beispielsweise in der Wohnung der betroffenen Personen gemacht worden sind, dann stelle ihre Verbreitung einen Straftatbestand dar. Auch jegliche Art von übler Nachrede und Verleumdungen fallen darunter. Laut Landgraf zählte die bayerische Polizei im Jahre 2013 ganze 1810 Fälle im Zusammenhang mit WhatsApp - dies bedeutet fünf Fälle pro Tag. "Mir war bis heute nicht bewusst, dass man Fotos von Freunden nur mit deren Zustimmung hochladen darf", fasste ein Schüler recht nachdenklich zusammen.
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