Externe Gutachter bescheinigen Wohnbereichen des HPZ Irchenrieth "Qualität auf hohem Niveau"
"Schlamperei geht nicht"

Irchenrieth. (fz) 220 Menschen leben und wohnen im Heilpädagogischen Zentrum. Die Zertifizierung nach DIN ISO 9001 gibt ihnen die Gewähr, dass ihr Bereich immer auf dem aktuellen Stand und Standard ist.

Externe Gutachter bescheinigen den HPZ-Wohnstätten exzellente Arbeit und den darin Wohnenden "Qualität auf hohem Niveau". Dies trifft sowohl auf das Wohnheim im HPZ mit den dazugehörenden Gruppenhäusern, auf die Außenwohngruppen in Weiden als auch auf das ambulant betreute Wohnen für 220 Menschen mit Behinderung zu.

"Das stellt nicht nur eine Bestätigung von qualitativ hochwertiger Betreuung im pflegerischen, hauswirtschaftlichen und pädagogischen Bereich für die von uns zu betreuenden Menschen dar, sondern auch für ein hochmotiviertes Mitarbeiterteam, das immer versucht, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen", sagt HPZ-Geschäftsführer Helmut Dörfler. Das sei keine Auszeichnung, die in der Schublade verschwinde. "Ganz im Gegenteil", erklärt Wohnstättenleiter Alfons Bäuml. Die Zertifizierung ziehe jedes Jahr eine kleinere und dann im dritten Jahr eine große Überprüfung nach sich.

Prüfer überraschend

"Schlamperei dazwischen geht nicht, weil die Zertifizierer unangemeldet kommen", meint Bäuml. Dass das nicht passiert, darüber wacht auch Manfred Schregelmann als Qualitätsmanager am HPZ. Er überprüft und koordiniert die Abläufe immer wieder. Das beginnt bei ganz elementaren Dingen, ob etwa das Taschengeld für die Menschen passt oder der Einkauf ihrer Kleidung, die Hygiene oder die Verwendung der Lebensmittel in den Wohngruppen bis hin zur Schaukel auf dem Spielplatz vor dem Wohnbereich.

Auch die Geschäftsleitung kommt nicht aus. "Die Menschen leben bei uns 365 Tage im Jahr, und so ist das gesamte Betreuungssystem ein umfangreicher Komplex", erläutert Schregelmann. Den Auditoren, die jedes Jahr kommen, müsse man Strategien in der Betreuung aufzeigen, Ziele vorgeben und auch ergriffene Maßnahmen zur Verbesserung deutlich machen. Ein Prozess, der nie ende, bestätigen Geschäftsführer Dörfler und Wohnstättenleiter Bäuml. Dieser Aufgabe stellen sich die Mitarbeiter permanent. Sie diskutieren in Teamsitzungen, wie die Arbeit am Bewohner noch zu verbessern sei. Resultat sei ein neues Konzept der Förderplanung. Dieses erfasse Ziele und Maßnahmen, mit denen der einzelne Bewohner in seiner persönlichen Entwicklung gestärkt werde.

Hohe Anforderungen

Bei manchen sei es wichtig, einfach Fähigkeiten zu erhalten. Andere möchten in Zukunft selbstständiger leben und müssen deswegen die Grundfertigkeiten des eigenständigen Wohnens wie Kochen, Putzen, Waschen oder Bügeln lernen. Ein Prozess, der gerade unter dem Schlagwort "Inklusion" hohe Anforderungen an das HPZ-Personal stellt.
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